Zink, das unterschätzte Spurenelement, das über glänzendes Fell hinausgeht
Zink steckt in über 300 Enzymen, und mit Heu allein ist der Bedarf selten gedeckt. Warum die Milligrammzahl auf dem Sack nicht das ist, was im Pferd ankommt.
Wenn wir bei Pferden an Zink denken, fällt uns meistens als Erstes das Fell ein. Und ja, das stimmt auch, aber es ist nur die Oberfläche von dem, was dieses Spurenelement im Körper deines Pferdes eigentlich leistet. Zink steckt in weit über 300 Enzymen und mischt damit in praktisch jedem Stoffwechselvorgang mit, den wir für ein gesundes Pferd brauchen, von der Hormonbildung bis zur Zellneubildung. Und genau deshalb lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen, denn ein Mangel bleibt selten unsichtbar, er zeigt sich nur oft an Stellen, an die man zuerst gar nicht denkt.
Warum Zink mit Heu allein schwer zu decken ist
Deutsches Heu liegt je nach Boden und Schnitt meist zwischen etwa 15 und 35 Milligramm Zink je Kilogramm Trockenmasse. Der Bedarf liegt bei etwa 50 Milligramm je Kilogramm Trockenmasse, bei einem 600 Kilogramm schweren Pferd also grob bei 500 Milligramm am Tag (GfE 2014). Das heißt, allein mit Heu kommt kaum ein Pferd auf seinen Bedarf, und weil gleichzeitig immer weniger Hafer gefüttert wird, der von den Getreidesorten noch den höchsten Zinkgehalt hat, wird die Lücke eher größer als kleiner.
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