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Haut, Fell und Hufe·2 Min. Lesezeit·13.08.2025

Moderne Wundversorgung beim Pferd: warum Silber- und Blauspays auf Wunden nichts verloren haben

Verletzungen gehören leider zum Pferdealltag, ob kleine Schramme auf der Koppel, eine Scheuerstelle oder eine größere Wunde nach einem unglücklichen Tritt.

Verletzungen gehören leider zum Pferdealltag, ob kleine Schramme auf der Koppel, eine Scheuerstelle oder eine größere Wunde nach einem unglücklichen Tritt. Doch während die Erstversorgung früher oft aus einem Griff zum Silberspray oder Blauspray bestand, weiß man heute: Diese Mittel sind auf frischen Wunden fehl am Platz, und können die Heilung sogar verzögern.

Zuerst: gehört diese Wunde überhaupt in deine Hand?

Alles Weitere hier gilt für kleine, oberflächliche Wunden. Ruf den Tierarzt, bevor du selbst anfängst, wenn eines davon zutrifft:

  • Die Wunde klafft oder ist tiefer als die Haut. Genäht werden kann in der Regel nur in den ersten Stunden, danach heilt sie offen und mit Narbe.
  • Sie liegt über einem Gelenk, einer Sehnenscheide oder am Huf. Eine Gelenkbeteiligung ist ein Notfall, auch wenn die Wunde winzig aussieht.
  • Nageltritt oder ein anderer Stich in die Sohle. Nagel möglichst stecken lassen oder Lage genau markieren, das ist für die Beurteilung wichtig.
  • Die Blutung hört nach zehn Minuten Druck nicht auf, oder das Blut ist hellrot und spritzt.
  • Das Pferd lahmt, die Stelle schwillt stark an oder wird heiß.
  • Der Tetanusschutz ist unklar oder älter als zwei Jahre. Tetanus verläuft beim Pferd fast immer tödlich, die Impfung ist der einzige Schutz.

Bleibt es bei der Schramme auf der Koppel, geht es so weiter.

Warum Silber- und Blauspays problematisch sind

  • Silbersprays legen sich wie eine starre Schicht über die Wunde, das sieht sauber und geschützt aus, verhindert aber oft den notwendigen Luftaustausch. Außerdem kann Silber die körpereigenen Reparaturprozesse hemmen, wenn es direkt ins frische Gewebe gelangt.

  • Blauspays enthalten oft Farbstoffe und Desinfektionsmittel, die reizend wirken. Das Einfärben erschwert zudem die Beurteilung der Wunde und ihrer Heilung.

Kurz gesagt: Beide gehören nicht auf Wunden.

So geht pferdegerechte Wunddesinfektion heute

Eine moderne Wundversorgung folgt drei einfachen Schritten:

1️⃣ Sanfte, effektive Reinigung

Mit einem milden, pH-neutralen Wundreiniger werden Schmutz, Keime und abgestorbenes Gewebe entfernt, ohne das gesunde Gewebe zu reizen. Meine Empfehlung: Bäralis Hauttalent Nr. 1 Es brennt nicht und lässt die Wundfläche sauber zurück, ohne sie auszutrocknen.

2️⃣ Keimreduktion & Unterstützung der Heilung

Nach der Reinigung wird die Wunde mit einem antimikrobiellen Wundgel oder einer Lösung behandelt, die das Keimwachstum hemmt und die Heilung unterstützt. Meine Empfehlung: Bäralis Hydrogel Nr. 2 Es hält die Wunde feucht, ein wichtiger Faktor für eine schnelle, komplikationsfreie Heilung.

3️⃣ Schutz vor Fliegen & Schmutz

Gerade im Sommer sind offene Wunden ein Magnet für Fliegen. Statt Farbspray eignet sich ein Fliegenschutz-Pflaster, das die Wunde sauber hält, Insekten fernhält und trotzdem Luft durchlässt. Mein Tipp: Das Bäralis Fliegenpflaster, praktisch, durchsichtig und einfach anzubringen.

Moderne Wundversorgung beim Pferd bedeutet:

  • sanfte Reinigung

  • gezielte Keimreduktion

  • atmungsaktiver Schutz

So heilen Wunden schneller, sauberer und mit weniger Komplikationen, ganz ohne Farbspray und unnötige Chemie auf frischem Gewebe.

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