
Gequetschter Hafer und Walzhafer sind dasselbe: ganzes Korn mit Spelze, das zwischen zwei Walzen flachgedrückt wird. Haferflocken sind etwas anderes. Für sie wird der Hafer entspelzt, gedämpft und erst dann gewalzt. Dadurch halten Flocken viel länger, haben aber auch deutlich mehr Stärke im Kilo. Unbehandelter Quetschhafer sollte innerhalb von ein bis zwei Wochen verfüttert sein, weil das Fett im offenen Korn ranzig wird.
Die Frage hab ich mir selbst gestellt, weil ich Pferde habe, die nicht mehr richtig kauen. Selbst quetschen kann ich nicht, und im Laden stehen drei Säcke nebeneinander, auf denen fast dasselbe steht. Also hab ich mir angeschaut, was die Futtermittelverordnung zu den Begriffen sagt und was die Forschung zur Verdaulichkeit gemessen hat. Das Ergebnis ist ganz ehrlich anders, als die meisten denken: Für ein Pferd mit gesunden Zähnen bringt das Quetschen fast nichts. In diesem Beitrag steht, welche Form wann Sinn macht, wie du ranzigen Hafer erkennst und warum du bei Haferflocken die Menge neu rechnen musst.
Was ist der Unterschied zwischen gequetschtem Hafer, Walzhafer und Haferflocken?
Gequetschter Hafer und Walzhafer sind zwei Namen für dasselbe Verfahren: Das ganze Korn samt Spelze wird zwischen zwei Walzen flachgedrückt. Haferflocken werden aus entspelztem Hafer gemacht, der vorher gedämpft oder mit Infrarotwärme behandelt und dann gewalzt wird. So steht es im EU-Katalog der Einzelfuttermittel.
Der Katalog (Verordnung EU Nr. 68/2013) legt fest, was auf einem Sack stehen darf. „Walzen“ heißt dort: die Partikelgröße verringern, indem das Material zwischen einem Walzenpaar gequetscht wird. Ein eigenes Verfahren „Quetschen“ gibt es gar nicht, Quetschhafer ist also schlicht gewalzter Hafer. Für Haferflocken (Nummer 1.4.3) ist dagegen genau vorgeschrieben, wie sie entstehen, und der Stärkegehalt muss auf dem Etikett stehen.
| Ganzer Hafer | Gequetscht oder gewalzt | Haferflocken | |
|---|---|---|---|
| Spelze | dran | dran | entfernt |
| Hitzebehandlung | nein | meist nein | ja, Dampf oder Infrarot |
| Stärke je Kilo | rund 37 bis 40 % | rund 37 bis 40 % | rund 55 % |
| Haltbarkeit offen | viele Monate | 1 bis 2 Wochen | Wochen bis Monate, MHD beachten |
| Kauarbeit | viel | mittel | wenig |
Die Stärkewerte für ganzen Hafer stammen aus den Laboranalysen, die ich im Beitrag über Schwarzhafer und Gelbhafer nebeneinandergelegt habe. Für Haferflocken rechne ich mit dem Tabellenwert für entspelzten Hafer, 550 Gramm Stärke je Kilo.
Daneben gibt es noch gepufften Hafer, der unter Druck, Feuchte und Wärme aufgeschlossen wird, und Hafer mit dem Zusatz „gedämpft“ oder „stabilisiert“: Das ist Quetschhafer mit Spelze, der zusätzlich hitzebehandelt wurde. Er hält länger als normaler Quetschhafer, hat aber nicht mehr Stärke, weil die Spelze dranbleibt.
Ist gequetschter Hafer besser verdaulich als ganzer Hafer?
Kaum. In einer Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurde die Stärke aus ganzem Hafer zu 83,5 Prozent im Dünndarm verdaut, aus gequetschtem zu 85,2 Prozent. Erst fein geschroteter Hafer kam auf 98,1 Prozent. Für ein Pferd, das gut kaut, ist Quetschen also verlorene Mühe.
Die Zahlen stammen von Kienzle und Kollegen (1992). Gemessen wurde, wie viel Stärke verdaut ist, bevor der Futterbrei den Dickdarm erreicht. Genau das ist der Wert, auf den es ankommt: Stärke, die im Dünndarm verdaut wird, wird zu Traubenzucker und Energie. Stärke, die durchrutscht, landet im Dickdarm und wird dort von Bakterien vergoren, was bei großen Mengen zu Fehlgärungen und Kotwasser führen kann.
Hafer ist unter den Getreiden ohnehin die Ausnahme. Seine Stärkekörner sind klein und für die Enzyme im Dünndarm gut zugänglich. Bei Gerste und Mais sieht das ganz anders aus, die müssen aufgeschlossen werden, damit das Pferd sie überhaupt nennenswert im Dünndarm verdauen kann. Deshalb ist der Satz „Hafer muss man quetschen“ eine Übertragung von anderen Getreiden, die für Hafer nicht stimmt.
Heißt für uns: Wichtiger als die Form ist das Gebiss. Ein Pferd mit gesunden Zähnen kaut ganzen Hafer gut, und ganzer Hafer hält sich viel länger. Gequetschter Hafer oder Flocken sind für die Pferde da, die das nicht mehr schaffen.
Wie schnell wird gequetschter Hafer ranzig?
Unbehandelter Quetschhafer sollte innerhalb von ein bis zwei Wochen nach dem Quetschen verfüttert sein, am besten in den ersten Tagen. Hafer hat mehr Fett als andere Getreide und dazu ein sehr aktives fettspaltendes Enzym in der Schale. Solange das Korn ganz ist, kommen die beiden kaum zusammen, nach dem Quetschen schon.
Das Enzym heißt Lipase. Es spaltet das Fett im Korn in freie Fettsäuren, und die reagieren dann mit dem Sauerstoff aus der Luft. Dabei entstehen die Stoffe, die bitter schmecken und nach altem Öl riechen. Gleichzeitig wird das Vitamin E im Hafer abgebaut, das ja genau dieses Fett vor dem Verderben schützen soll.
In der Lebensmittelindustrie wird Hafer deshalb grundsätzlich gedarrt, also mit feuchter Hitze behandelt, bevor er zu Flocken verarbeitet wird. Die Hitze schaltet die Lipase ab. Darum halten Haferflocken für Menschen und für Pferde monatelang, während frisch gequetschter Hafer vom Landhandel schnell kippt.
Eine feste Tageszahl aus einer Studie gibt es für Quetschhafer im Stall nicht, dafür hängt es zu sehr an Wärme, Feuchte und Lagerung. Die ein bis zwei Wochen sind ein Praxiswert. Im Sommer und in einer warmen Futterkammer geht es schneller, im kühlen Winter etwas langsamer. Wer selbst quetscht, quetscht deshalb am besten nur den Bedarf für ein paar Tage.
Haben Haferflocken mehr Stärke als Hafer?
Ja, deutlich. Weil für Haferflocken die Spelze entfernt wird, steckt im Kilo mehr Korn und damit mehr Stärke: rund 55 Prozent statt 37 bis 40 Prozent beim ganzen oder gequetschten Hafer. Wer einfach dieselbe Menge Flocken statt Quetschhafer füttert, gibt also rund ein Drittel mehr Stärke.
Das ist der Punkt, den beim Umstieg fast alle übersehen. Die Spelze ist zum großen Teil Faser, im Hafer macht sie gut 20 bis 30 Prozent des Korns aus. Fällt sie weg, verschiebt sich alles Richtung Stärke und Energie. Dazu kommt: Flocken sind locker und leicht, ein Messbecher Flocken wiegt viel weniger als ein Messbecher Körner. Wer nach Becher füttert statt nach Gewicht, weiß nach dem Wechsel nicht mehr, wie viel im Trog landet.
Als Obergrenze gilt höchstens 1 Gramm Stärke je Kilo Körpergewicht und Mahlzeit. Gerechnet mit 39,5 Prozent Stärke beim Hafer und 55 Prozent bei den Flocken heißt das:
| Körpergewicht | Hafer ganz oder gequetscht je Mahlzeit | Haferflocken je Mahlzeit |
|---|---|---|
| 400 kg | 1,0 kg | 0,7 kg |
| 500 kg | 1,25 kg | 0,9 kg |
| 600 kg | 1,5 kg | 1,1 kg |
Bei empfindlichen Pferden halbierst du diese Werte. Und das ist eine Obergrenze, keine Empfehlung. Viele Freizeitpferde brauchen gar keinen Hafer, weil gutes Heu ihren Energiebedarf deckt. Ob und wie viel dein Pferd braucht, zeigt erst die Rechnung, wie im Beitrag zur Rationsberechnung.
Welche Haferform passt zu welchem Pferd?
Pferde mit gesunden Zähnen bekommen am besten ganzen Hafer, er hält am längsten und wird fast genauso gut verdaut. Für ältere Pferde, schlechte Kauer und Pferde mit ganzen Körnern im Kot sind Haferflocken oder gedämpfter Quetschhafer die bessere Wahl. Unbehandelten Quetschhafer nimmst du nur, wenn du ihn schnell verfütterst.
Ein paar Fälle aus dem Stallalltag:
- Gesundes erwachsenes Pferd: ganzer Hafer. Quetschen bringt laut den Zahlen oben rund zwei Prozentpunkte, dafür hält der Sack nur noch kurz.
- Älteres Pferd mit abgenutzten Zähnen: Haferflocken, bei sehr schlechtem Gebiss kurz eingeweicht. Dann rutschen sie auch ohne viel Kauarbeit.
- Pferd mit ganzen Körnern im Kot: erst die Zähne anschauen lassen, bis dahin Flocken oder gedämpften Quetschhafer.
- Jungpferd im Zahnwechsel: Zwischen etwa 2,5 und 5 Jahren können lockere Milchzahnkappen beim Kauen stören. Flocken gehen gut, aber achte auf das Verhältnis von Calcium zu Phosphor, Hafer hat viel Phosphor und wenig Calcium. Mit Luzerne lässt sich das gut ausgleichen.
- Pferd, bei dem Zucker und Stärke niedrig bleiben sollen: Hier ist die Haferform egal, weil Getreide dann meist gar nicht das Futter der Wahl ist. Energie kommt dann eher aus Luzerne oder aus Grünhafer als Raufutter, mehr dazu im Beitrag über Grünhaferstroh und Haferstroh.
Wer Haferflocken im eigenen Müsli verwendet, rechnet sie mit dem höheren Stärkewert. Wie so ein Müsli aufgebaut ist, steht im Rezept fürs Pferdemüsli.
Woran erkenne ich ranzigen Hafer?
Am Geruch und am Geschmack. Guter Hafer riecht mild und leicht nussig. Ranziger Hafer riecht scharf, seifig oder nach altem Bratfett und schmeckt bitter. Viele Pferde merken das vor dir: Sie fressen zögerlich, sortieren den Hafer aus oder lassen den Trog stehen. Ranzigen Hafer verfütterst du nicht mehr.
So prüfst du im Stall:
- Riechen: eine Handvoll aus der Mitte des Sacks nehmen, nicht von oben, und in der hohlen Hand anwärmen. Wärme macht den Geruch deutlicher.
- Probieren: ein paar Flocken oder ein gequetschtes Korn kauen. Bitter oder kratzig im Hals heißt ranzig.
- Hinschauen: Klumpen, Gespinste oder ein grauer Belag sprechen für Feuchtigkeit oder Schimmel, nicht für Ranzigkeit. Der Sack ist dann trotzdem raus.
Damit es gar nicht so weit kommt, lagerst du Hafer in jeder Form trocken, kühl, dunkel und mäusesicher, am besten in einer Tonne mit Deckel. Den offenen Sack in der warmen Sattelkammer stehen zu lassen ist die schnellste Art, ihn zu verderben. Und schütte nie neuen Hafer auf alte Reste, sondern lass die Tonne erst leer werden.
Worauf achte ich beim Kauf?
Auf drei Angaben: ob der Hafer hitzebehandelt ist, wann er verarbeitet wurde und wie viel Stärke drin ist. Bei Haferflocken muss der Stärkegehalt auf dem Etikett stehen. Bei Quetschhafer ohne Hinweis auf Dämpfen oder Stabilisieren gehst du davon aus, dass er unbehandelt ist und schnell verfüttert werden muss.
Die Wörter, nach denen du suchst, sind „gedämpft“, „hitzebehandelt“, „thermisch aufgeschlossen“, „stabilisiert“ oder eben „Flocken“. Steht davon nichts auf dem Sack, frag im Laden, wann er gequetscht wurde. Weiß das niemand, kaufst du lieber einen kleinen Sack.
Die Sackgröße richtest du nach deinem Verbrauch, nicht nach dem Kilopreis. Bei Quetschhafer sollte der Sack in ein bis zwei Wochen leer sein, bei Flocken oder ganzem Hafer in drei bis vier Wochen. Ein Beispiel: Zwei Pferde mit je 500 Gramm am Tag brauchen ein Kilo täglich. Für Flocken passt dann ein Sack mit 20 bis 25 Kilo, für unbehandelten Quetschhafer eher einer mit 10 bis 15 Kilo. Der große Sack ist nur dann günstiger, wenn du ihn nicht zur Hälfte wegwirfst.
Woher beziehe ich ganzen Hafer?
Für Pferde mit gesunden Zähnen nehme ich ganzen Hafer vom Biohof Elmengrund, mit dem ich zusammenarbeite. Gequetscht oder als Flocken gibt es ihn dort nicht, dafür hält das ganze Korn bei trockener Lagerung viele Monate. Zu jedem Produkt veröffentlicht der Hof eine Laboranalyse, du kannst also mit echten Werten rechnen.
Werbung: Mit dem Biohof Elmengrund arbeite ich zusammen. Kaufst du über meine Links oder mit meinem Code, erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.
Den Hafer gibt es als Futterprobe mit 4 Kilo und im 20-Kilo-Sack. Die Futterprobe ist gut, um zu sehen, wie der Hafer riecht, wie viel er staubt und ob dein Pferd ihn frisst, bevor du einen ganzen Sack holst. Ob du hellen Hafer oder Schwarzhafer nimmst, ist dabei Geschmackssache, warum, steht im Beitrag über Schwarzhafer.
Wann gehören Tierärztin oder Pferdezahnarzt dazu?
Wenn dein Pferd Futter aus dem Maul fallen lässt, Heu zu Wickeln dreht, ganze Körner im Kot zeigt oder deutlich langsamer frisst als früher, gehört das Gebiss angeschaut. Sofort zur Tierärztin geht es bei Futterbrei aus den Nüstern, Würgen beim Fressen oder Kolikanzeichen nach einer Futterumstellung.
Achte besonders auf:
- Futterbrei und Speichel aus den Nüstern, Husten oder Würgen beim Fressen. Das kann eine Schlundverstopfung sein, und trockene Flocken bei einem gierigen Fresser sind dafür ein bekanntes Risiko.
- Scharren, häufiges Hinlegen, Umschauen zum Bauch oder ausbleibenden Kotabsatz
- warme Hufe, eine deutlich spürbare Pulsation an der Fessel oder einen klammen Gang, mehr dazu im Beitrag über Hufrehe
- einen Einbruch in die Futterkammer, auch wenn das Pferd noch völlig normal wirkt
Bei schlechten Kauern lohnt sich der Termin beim Pferdezahnarzt fast immer. Oft lässt sich das Kauen mit einer Behandlung wieder deutlich verbessern, und dann kann das Pferd auch wieder ganzen Hafer fressen.
Woher stammen die Zahlen in diesem Beitrag?
Die Begriffe Walzen, Flockieren und Dämpfen und die Beschreibung von Haferflocken stammen aus der Verordnung (EU) Nr. 68/2013 zum Katalog der Einzelfuttermittel, Teil B (Glossar der Verfahren) und Teil C, Nummer 1.4.3. Die Werte zur Verdaulichkeit im Dünndarm stammen von Kienzle und Kollegen (1992), wiedergegeben in den Dissertationen des Instituts für Tierernährung der Tierärztlichen Hochschule Hannover.
Die Stärkewerte für ganzen Hafer stammen aus den Analysen des Labors LKS, die der Biohof Elmengrund zu seinen Produkten veröffentlicht (Stand 06.10.2026). Für Haferflocken ist der Tabellenwert für entspelzten Hafer angesetzt, 550 Gramm Stärke je Kilo. Die Angaben zur Lipase und zur Hitzebehandlung folgen der lebensmitteltechnischen Forschung zur Stabilisierung von Hafer. Die Obergrenze für Stärke je Mahlzeit ist ein in der Fütterungsliteratur verbreiteter Richtwert, die Einordnung der Getreidestärke folgt Meyer und Coenen, Pferdefütterung.
Häufige Fragen zu gequetschtem Hafer und Haferflocken
Ist Walzhafer dasselbe wie gequetschter Hafer?
Ja. Beim Walzen wird das ganze Korn zwischen zwei Walzen flachgedrückt, und genau das ist mit Quetschen gemeint. Der EU-Katalog der Einzelfuttermittel kennt nur das Wort „Walzen“. Ob auf dem Sack Quetschhafer oder Walzhafer steht, ist also nur eine Frage des Namens, nicht des Verfahrens.
Wie lange ist gequetschter Hafer haltbar?
Unbehandelter Quetschhafer sollte in ein bis zwei Wochen verfüttert sein, am besten in den ersten Tagen. Danach wird das Fett im offenen Korn zunehmend ranzig. Gedämpfter oder stabilisierter Quetschhafer hält deutlich länger, hier gilt das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Sack. Ganzer Hafer hält bei trockener Lagerung viele Monate.
Muss ich Hafer für mein Pferd quetschen?
Bei Pferden mit gesunden Zähnen nicht. Ganzer Hafer wird im Dünndarm zu 83,5 Prozent verdaut, gequetschter zu 85,2 Prozent. Der Unterschied ist so klein, dass sich die kürzere Haltbarkeit nicht lohnt. Quetschen oder Flocken braucht es für ältere Pferde, schlechte Kauer und Pferde mit ganzen Körnern im Kot.
Kann ich Haferflocken aus dem Supermarkt füttern?
Grundsätzlich ja, Haferflocken für Menschen sind ebenfalls entspelzt und hitzebehandelt. Sie sind aber pro Kilo deutlich teurer als Futterflocken im Sack. Für ein paar Hände voll als Leckerli spricht nichts dagegen, für die tägliche Fütterung ist ein Futtermittel im Sack die günstigere Wahl.
Muss ich Haferflocken einweichen?
Nicht grundsätzlich. Bei Pferden, die sehr schlecht kauen oder ihr Futter gierig herunterschlingen, ist kurzes Einweichen sinnvoll. Die Flocken werden weich, rutschen leichter und das Risiko einer Schlundverstopfung sinkt. Eingeweichte Flocken fütterst du gleich und lässt sie nicht stundenlang stehen.
Sind Haferflocken für Jungpferde geeignet?
Ja. Haferstärke wird gut verdaut, und Flocken sind auch im Zahnwechsel leicht zu fressen. Achte aber auf das Verhältnis von Calcium zu Phosphor, Hafer hat viel Phosphor und wenig Calcium. Mit Luzerne und einem passenden Mineralfutter gleichst du das aus. Und füttere nach Bedarf, zu viel Energie lässt Jungpferde zu schnell wachsen.
Wie viel Haferflocken darf ein Pferd pro Mahlzeit bekommen?
Als Obergrenze gilt 1 Gramm Stärke je Kilo Körpergewicht und Mahlzeit. Bei 55 Prozent Stärke sind das bei einem 500-Kilo-Pferd rund 900 Gramm Flocken, bei empfindlichen Pferden die Hälfte. Wie viel dein Pferd am Tag wirklich braucht, zeigt erst eine Rationsberechnung.