
Eine Rationsberechnung beantwortet genau eine Frage: Deckt das, was dein Pferd am Tag frisst, das, was es am Tag braucht? Dafür brauchst du drei Dinge: den Bedarf deines Pferdes, die Nährstoffe in deinem Heu und die Mengen, die wirklich im Trog landen. Alles, was danach kommt, ist Rechnen.
Ich sag es ganz ehrlich: Die meisten Fragen, die mich erreichen, fangen mit einem Produkt an. „Welches Mineralfutter ist das beste?“ Und meine Antwort ist fast immer dieselbe. Ich würd gar nicht so sehr nach Produkten suchen, sondern einmal sauber die Ration berechnen und schauen, wo dein Pferd was braucht. Genau das zeige ich dir hier, mit einer vollständigen Beispielrechnung: Energie, Eiweiß, Aminosäuren, Mengen- und Spurenelemente und Vitamine. Die Heuwerte darin sind keine ausgedachten Zahlen, sondern der Durchschnitt aus 2.544 Heuproben der LUFA Nord-West, die Bedarfswerte stammen von der GfE.
Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Beim Durchschnittsheu fehlt nicht Energie und nicht Eiweiß. Es fehlen Zink, Kupfer, Vitamin E und meistens Selen, und zwar deutlich. Wie man darauf kommt, liest du jetzt.
Was ist eine Rationsberechnung beim Pferd?
Eine Rationsberechnung stellt den Tagesbedarf deines Pferdes der Tageszufuhr aus allen Futtermitteln gegenüber, Nährstoff für Nährstoff. Das Ergebnis zeigt dir, was gedeckt ist, was fehlt und was im Überschuss landet. Sie ersetzt das Füttern auf Verdacht durch eine Zahl, die du nachprüfen kannst.
Klingt trocken, ist aber der Unterschied zwischen „ich glaube, es passt“ und „ich weiß, dass es passt“. Eine vollständige Ration umfasst dabei deutlich mehr als Energie und Mineralfutter:
- Energie (in MJ ME, also umsetzbare Energie)
- Eiweiß, genauer das dünndarmverdauliche Rohprotein (pcv XP)
- Aminosäuren: Lysin, Threonin, Methionin mit Cystein
- Mengenelemente: Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium
- Spurenelemente: Zink, Kupfer, Selen, Jod, Mangan, Eisen
- Vitamine: A, D und E
- Zucker, Stärke und Fruktan
Wer nur zwei, drei davon rechnet, hat keine Ration gerechnet, sondern geschätzt. Gerade die Spurenelemente und Vitamin E sind der Teil, bei dem das Bauchgefühl am häufigsten danebenliegt, weil man einen Mangel dort nicht über Nacht sieht.
Welche Daten brauchst du für die Rationsberechnung?
Du brauchst vier Angaben: das Gewicht deines Pferdes, seine Arbeit, die Nährstoffwerte deines Heus und die gewogenen Mengen aller Futtermittel. Ohne Waage und ohne Heuwerte wird aus der Berechnung eine Schätzung, und genau die Abweichung vom Durchschnitt ist ja das, was du eigentlich wissen willst.
Das Gewicht. Ein Maßband schätzt, eine Waage misst. Viele Tierkliniken haben eine Pferdewaage, frag einfach nach. Das Maßband ist für den Anfang in Ordnung, rechne aber mit 30 bis 50 kg Unsicherheit.
Die Arbeit. Ehrlich einschätzen. Die Gruber-Tabelle der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft beschreibt leichte Arbeit als eine Stunde Arbeit in der Bahn oder drei Stunden Schritt im Gelände. Das ist mehr, als viele denken, und die meisten Freizeitpferde liegen näher am Erhalt als an der mittleren Arbeit.
Das Heu. Am besten mit einer Heuanalyse. Die kostet ungefähr 40 bis 80 Euro und gilt für die ganze Charge. Wie du eine Probe richtig ziehst und einschickst, steht auf der Seite zur Heuanalyse.
Die Mengen. Wiegen, nicht schätzen. Eine digitale Hängewaage kostet gut zehn Euro. Ein „Schnitzel Heu“ wiegt je nach Ballen zwischen einem und drei Kilo, und eine „Handvoll“ Mineralfutter kann das Doppelte der Dosierung sein.
Wie viel braucht ein 500-kg-Pferd am Tag?
Ein Warmblut mit 500 kg braucht im Erhalt nach den Empfehlungen der GfE (Gesellschaft für Ernährungsphysiologie, 2014) 55 MJ ME Energie, 315 g pcv XP, 425 mg Zink, 105 mg Kupfer, 1,05 mg Selen und rund 510 mg Vitamin E am Tag. Das sind die Richtwerte, gegen die jede Ration gerechnet wird. Die vollständige Liste steht in der Tabelle.
| Nährstoff | Bedarf am Tag, 500 kg, Erhalt |
|---|---|
| Energie | 55 MJ ME |
| Eiweiß (pcv XP) | 315 g |
| Lysin (pcv) | 13 g |
| Threonin (pcv) | 17 g |
| Methionin und Cystein (pcv) | 9 g |
| Calcium | 17,5 g |
| Phosphor | 12,1 g |
| Magnesium | 5,6 g |
| Natrium | 3,0 g |
| Kalium | 14,8 g |
| Zink | 425 mg |
| Kupfer | 105 mg |
| Mangan | 425 mg |
| Eisen | 425 mg |
| Selen | 1,05 mg |
| Jod | 1,6 mg |
| Vitamin A | 15.700 IE |
| Vitamin D | 3.100 IE |
| Vitamin E | 510 mg |
Quellen: GfE 2014. Mengenelemente aus der Gruber-Tabelle der LfL Bayern (9. Auflage 2024). Aminosäuren und die Vitamine A, D und E aus den GfE-Werten für 600 kg auf 500 kg umgerechnet, nach den Regeln im nächsten Abschnitt.
Zwei Dinge sind mir dabei wichtig. Erstens: Das sind Empfehlungen für gesunde Pferde, keine Therapiewerte. Zweitens: Bei Selen und Jod liegt zwischen Bedarf und Zuviel nicht viel Platz. „Ein bisschen mehr schadet nicht“ stimmt bei diesen beiden ausdrücklich nicht.
Wie rechne ich den Bedarf auf das Gewicht meines Pferdes um?
Es gibt zwei Rechenwege, und welcher gilt, hängt vom Nährstoff ab. Energie, Eiweiß, Aminosäuren, Mengenelemente und die Vitamine A und D rechnest du über das metabolische Körpergewicht um, also Gewicht hoch 0,75. Spurenelemente und Vitamin E rechnest du dagegen einfach je Kilo Körpergewicht, also im Dreisatz.
Das klingt nach Feinheit, macht aber einen Unterschied. Beim metabolischen Weg braucht ein Pferd mit 350 kg nicht 70 Prozent, sondern rund 77 Prozent der Energie eines 500-kg-Pferdes, weil kleine Körper verhältnismäßig mehr Wärme verlieren. Bei Zink dagegen bleibt es bei 70 Prozent.
So geht es mit dem Taschenrechner: Für den metabolischen Weg teilst du das Gewicht durch 500, nimmst das Ergebnis hoch 0,75 und multiplizierst damit den Tabellenwert. Für Spurenelemente und Vitamin E teilst du einfach durch 500 und multiplizierst.
| Gewicht | Faktor hoch 0,75 | Energie | Eiweiß (pcv XP) | Zink | Kupfer | Vitamin E |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 300 kg | 0,68 | 37,5 MJ | 215 g | 255 mg | 63 mg | 306 mg |
| 400 kg | 0,85 | 46,5 MJ | 266 g | 340 mg | 84 mg | 408 mg |
| 500 kg | 1,00 | 55,0 MJ | 315 g | 425 mg | 105 mg | 510 mg |
| 600 kg | 1,15 | 63,1 MJ | 361 g | 510 mg | 126 mg | 612 mg |
| 700 kg | 1,29 | 70,8 MJ | 405 g | 595 mg | 147 mg | 714 mg |
Gegenprobe: Für 600 kg nennt die GfE 63 MJ, 364 g pcv XP, 505 mg Zink und 610 mg Vitamin E. Die Tabelle trifft das.
Beim Pony kommt noch etwas dazu. Ponys und robuste Rassen haben einen niedrigeren Grundumsatz. Die GfE rechnet beim Pony mit 0,40 MJ ME je kg metabolischem Gewicht statt 0,52 beim Warmblut, also mit rund einem Viertel weniger Energie. Beim Eiweiß und bei den Mineralstoffen bleibt es beim selben Rechenweg.
Wie verändert Arbeit den Bedarf?
Arbeit erhöht vor allem Energie, Vitamin E und Natrium. Bei leichter Arbeit rechnet die GfE mit dem 1,25-fachen Energiebedarf des Erhalts, bei mittlerer mit dem 1,5-fachen. Vitamin E verdoppelt sich bei jeder Arbeit. Zink, Kupfer, Selen, Jod und die Mengenelemente außer Natrium bleiben dagegen gleich.
Die Energiefaktoren nach GfE 2014:
- leichte Arbeit: 1,25
- mittlere Arbeit: 1,5
- anspruchsvolle Arbeit: 1,75
- schwere Arbeit: 2,0
Dazu kommen Zuschläge für die Haltung: im Offenstall etwa 10 Prozent mehr, bei Kälte oder Hitze ebenfalls rund 10 Prozent.
Vitamin E steigt bei Arbeit von 610 auf 1.220 mg für 600 kg, also auf das Doppelte, egal ob leichte oder schwere Arbeit. Für 500 kg sind das rund 1.020 mg.
Natrium ist der Punkt, der am häufigsten übersehen wird. Der Wert von 3 g gilt ohne Schweißverluste, deshalb steht er in der Gruber-Tabelle für jede Arbeitsstufe gleich. Pferdeschweiß enthält aber rund 3 g Natrium je Liter, das sind etwa 8 g Salz. Ein Pferd, das bei der Arbeit richtig schwitzt, verliert schnell mehrere Liter und damit ein Vielfaches des Erhaltungsbedarfs. Warum Salz deshalb eine eigene Rechnung verdient, erkläre ich im Beitrag zur Salzfütterung.
Was liefert durchschnittliches Heu?
Durchschnittliches Heu liefert je Kilo Trockensubstanz 6,8 MJ ME, 51 g pcv XP, 27 mg Zink und 4,7 mg Kupfer. So steht es in der Auswertung der LUFA Nord-West über den Jahrgang 2021, mit 2.544 Proben für die Nährstoffe und 1.087 Proben für die Mineralstoffe. Die LUFA nennt dazu eigene Zielwerte, und genau dort sieht man die Schwachstellen.
| Heu je kg Trockensubstanz | Mittelwert 2021 | Spanne | LUFA-Zielwert |
|---|---|---|---|
| Trockensubstanz | 85,1 % | 78,2 bis 90,0 % | über 85 % |
| Rohprotein | 8,6 % | 4,2 bis 15,6 % | unter 12 % |
| pcv XP | 5,1 % | 2,3 bis 8,8 % | keiner |
| Energie | 6,8 MJ ME | 5,6 bis 8,1 MJ | keiner |
| Gesamtzucker | 9,0 % | 2,8 bis 16,8 % | unter 10 % |
| Fruktan | 5,3 % | 2,3 bis 9,4 % | unter 5 % |
| Calcium | 0,42 % | 0,14 bis 3,17 % | 0,5 bis 0,7 % |
| Phosphor | 0,24 % | 0,07 bis 0,50 % | 0,3 bis 0,4 % |
| Natrium | 0,09 % | 0,02 bis 0,85 % | über 0,2 % |
| Zink | 27 mg | 10 bis 119 mg | 40 bis 100 mg |
| Kupfer | 4,7 mg | 2,0 bis 11,9 mg | 6 bis 10 mg |
| Mangan | 135 mg | 12 bis 778 mg | über 50 mg |
| Eisen | 236 mg | 31 bis 6.219 mg | über 80 mg |
Quelle: LUFA Nord-West, Institut für Futtermittel, Heu 2016 bis 2021, Auswertung bis 04.02.2022. Spanne als 2- bis 98-Prozent-Perzentil.
Wichtig beim Ablesen: Laborwerte stehen fast immer je kg Trockensubstanz (TS). Heu hat aber rund 15 Prozent Wasser. Bevor du rechnest, rechnest du also die Heumenge in Trockensubstanz um: 10 kg Heu mit 85,1 Prozent TS sind 8,51 kg TS. Wer diesen Schritt überspringt, rechnet sein Heu um gut 15 Prozent zu gut.
Und noch eine Faustregel zur Menge: Die GfE empfiehlt mindestens 1,5 kg Raufutter-Trockensubstanz je 100 kg Körpergewicht, das sind etwa 1,7 kg Heu. Für 500 kg also knapp 9 kg Heu am Tag. Weniger als das sollte es nicht sein, auch nicht bei einem Pferd, das abnehmen soll.
Beispielrechnung: 500 kg Warmblut, nur Heu
Bei einem 500-kg-Pferd mit 10 kg Durchschnittsheu sind Energie, Eiweiß, Lysin und alle Mengenelemente gedeckt. Zink kommt auf 54 Prozent, Kupfer auf 38 Prozent, Vitamin E auf 17 Prozent, und Selen je nach Heu auf 16 bis 81 Prozent. Genau diese vier gehören ergänzt, und zwar gezielt.
Das Pferd: 500 kg, Warmblut, Erhalt. Die Ration: 10 kg Heu, sonst nichts. Wo die LUFA gemessen hat, rechne ich mit ihren Werten. Wo sie nicht misst, rechne ich mit Tabellenwerten aus der Fachliteratur und schreibe dazu, woher sie kommen.
| Nährstoff | Heu liefert | Bedarf | Deckung | Heuwert aus |
|---|---|---|---|---|
| Energie | 57,9 MJ ME | 55 MJ ME | 105 % | LUFA |
| Eiweiß (pcv XP) | 434 g | 315 g | 138 % | LUFA |
| Lysin (pcv) | 14 g | 13 g | 107 % | Tabellenwert ¹ |
| Threonin (pcv) | 14 g | 17 g | 84 % | Tabellenwert ¹ |
| Methionin und Cystein | 9 g | 9 g | 103 % | Tabellenwert ¹ |
| Calcium | 35,7 g | 17,5 g | 204 % | LUFA |
| Phosphor | 20,4 g | 12,1 g | 169 % | LUFA |
| Magnesium | 13,6 g | 5,6 g | 243 % | LUFA |
| Natrium | 7,7 g | 3,0 g | 255 % ² | LUFA |
| Kalium | 165 g | 14,8 g | über 1.000 % | LUFA |
| Zink | 230 mg | 425 mg | 54 % | LUFA |
| Kupfer | 40 mg | 105 mg | 38 % | LUFA |
| Mangan | 1.149 mg | 425 mg | 270 % | LUFA |
| Eisen | 2.008 mg | 425 mg | 473 % | LUFA |
| Selen | 0,17 bis 0,85 mg | 1,05 mg | 16 bis 81 % | Literatur ³ |
| Jod | etwa 2,3 mg | 1,6 mg | etwa 145 % | Tabellenwert ⁴ |
| Vitamin A (aus Beta-Carotin) | etwa 68.000 IE | 15.700 IE | über 400 % ⁵ | Tabellenwert ⁵ |
| Vitamin D | nicht bekannt | 3.100 IE | ⁶ | keiner |
| Vitamin E | 85 mg | 510 mg | 17 % | Tabellenwert ⁵ |
¹ Zeyner 2012, Heu 1. Schnitt Ende Blüte: 1,4 g pcv Lysin, 1,4 g pcv Threonin, 0,9 g pcv Methionin und Cystein je kg Heu. ² Die Spanne beim Natrium reicht von 1,7 bis 72 g, siehe unten. ³ Gemessene Mittelwerte für Heu in Deutschland zwischen 0,02 und 0,1 mg je kg TS (Spiekers 1991, Braun 2007, Meyer und Coenen 2002). ⁴ Meyer und Coenen 2002, Wiesenheu mittlerer Qualität: 0,27 mg je kg TS. ⁵ Gruber-Tabelle nach GfE, Heu 1. Schnitt: 20 mg Beta-Carotin und 10 mg Vitamin E je kg TM, 1 mg Beta-Carotin ergibt 400 IE Vitamin A. Frisch geerntet, beides baut sich bei der Lagerung ab. ⁶ Für Vitamin D im Heu gibt es keine gesicherten Daten, das Pferd bildet es über Sonnenlicht in der Haut. Bedarf: GfE 2014. Eigene Berechnung.
Das Verhältnis Calcium zu Phosphor liegt bei 1,75 zu 1 und damit im empfohlenen Bereich von 1,5 bis 2 zu 1. Calcium, Magnesium und Kalium über dem Bedarf sind bei Heurationen der Normalfall, das Pferd scheidet den Überschuss aus. Die Zeilen, auf die es ankommt, sind Zink, Kupfer, Vitamin E und Selen, dazu ein Auge auf Threonin.
Warum reicht Heu bei Zink, Kupfer, Selen und Vitamin E nicht?
Weil Wiesengräser auf den meisten deutschen Böden wenig Zink, Kupfer und Selen einlagern und Vitamin E beim Trocknen und Lagern verloren geht. Der LUFA-Zielwert für Zink liegt bei 40 bis 100 mg, der Durchschnitt bei 27. Beim Kupfer liegt das Ziel bei 6 bis 10 mg, der Durchschnitt bei 4,7. Das ist kein Sonderfall, sondern der Normalfall.
Zink und Kupfer. Im Beispiel fehlen rund 195 mg Zink und 65 mg Kupfer am Tag. Das Verhältnis der Lücke liegt bei etwa 3 zu 1. Ein Mineralfutter, das genau diese Mengen in der Tagesdosis liefert, schließt beide. Eins mit 800 mg Zink würde das Zink weit über den Bedarf schieben, eins mit wenig Kupfer ließe die größere Lücke offen. Das Verhältnis Zink zu Kupfer von etwa 4 zu 1 zählt in der Gesamtration, nicht im Eimer.
Selen. Deutschland gilt als selenarm. Gemessene Mittelwerte für Heu liegen zwischen 0,02 und 0,1 mg je kg TS, der Bedarf entspricht etwa 0,1 bis 0,12 mg je kg TS der Ration. Selbst im günstigen Fall bleibt also eine Lücke. Ergänzen ja, aber gerechnet: Der NRC nennt 0,5 mg je kg Trockensubstanz als obere Grenze, für unser Beispielpferd sind das gut 4 mg am Tag.
Vitamin E. Frisches Gras bringt reichlich davon mit, 200 mg je kg TM laut Gruber-Tabelle. Heu nur noch 10 mg, und nach Monaten im Lager weniger. Im Winter ohne Weide ist Vitamin E deshalb fast immer eine Lücke, bei Arbeit eine doppelt so große.
Wie man Mineralfutter vergleicht und welche Angaben auf dem Etikett stehen müssen, steht im Beitrag zum Mineralfutter.
Was ist mit Mangan, Eisen und Jod?
Mangan und Eisen liegen im Beispiel beim Drei- und Fünffachen des Bedarfs. Das ist bei Heu normal und bleibt hier unter den EU-Höchstgehalten: Auf die Gesamtration umgerechnet sind es 119 mg Mangan bei erlaubten 150 und 208 mg Eisen bei erlaubten 750 je kg. Ergänzen musst du beides nicht, die Gruber-Tabelle sieht dafür ausdrücklich kein Mineralfutter vor.
Ganz egal ist der Überschuss trotzdem nicht. Viel Eisen im Futter wird als Gegenspieler der Kupferaufnahme beschrieben, das heißt: Das ohnehin knappe Kupfer aus dem Heu kommt womöglich noch schlechter an. Belastbare Grenzwerte, ab wann das beim Pferd zählt, gibt es nicht. Für mich ist es ein Grund mehr, Kupfer nicht auf Kante zu rechnen und ein Mineralfutter zu wählen, das nicht noch Eisen und Mangan obendrauf packt.
Jod misst kaum ein Labor im Heu. Nach Tabellenwerten bringt Wiesenheu etwa 0,27 mg je kg TS mit, im Beispiel also rund 2,3 mg, mehr als der Bedarf. Auch hier sieht die Gruber-Tabelle kein Jod im Mineralfutter vor. Viele Mineralfutter enthalten trotzdem welches. Das muss kein Problem sein, aber es gehört in die Rechnung, gerade wenn noch Seealgen oder ein zweites Mineralfutter dazukommen.
Warum ist die eigene Heuanalyse so wichtig?
Weil Heu nicht gleich Heu ist. Zwischen dem schwächsten und dem stärksten Heu der LUFA-Auswertung liegt beim Zink der Faktor zwölf, beim Kupfer fast der Faktor sechs, beim Eiweiß fast der Faktor vier. Mit dem Durchschnitt zu rechnen ist besser als gar nicht zu rechnen, aber dein Heu kann auf beiden Seiten weit daneben liegen.
Dieselbe Ration, 10 kg Heu für 500 kg, einmal mit dem schwächsten und einmal mit dem stärksten Heu der Auswertung:
| Nährstoff | schwaches Heu | Durchschnitt | starkes Heu | Bedarf |
|---|---|---|---|---|
| Eiweiß (pcv XP) | 196 g | 434 g | 749 g | 315 g |
| Zink | 85 mg | 230 mg | 1.013 mg | 425 mg |
| Kupfer | 17 mg | 40 mg | 101 mg | 105 mg |
| Natrium | 1,7 g | 7,7 g | 72 g | 3,0 g |
Werte aus den Schwankungsbreiten der LUFA-Auswertung Heu 2021 (2- bis 98-Prozent-Perzentil), eigene Berechnung.
Mit schwachem Heu wäre das Pferd beim Eiweiß unterversorgt, mit starkem bräuchte es überhaupt kein Zink mehr. Beim Natrium liegt schon der Durchschnitt unter dem LUFA-Zielwert von 0,2 Prozent, und ein schwaches Heu deckt nicht einmal den Erhalt. Salz gehört deshalb immer gesondert angeboten und bei Arbeit mitgerechnet.
Die Heuanalyse ist für mich der eigentliche Anfang jeder Ration. Heißt für uns: erst messen, dann rechnen, dann ergänzen.
Was ist mit Zucker, Stärke und Fruktan?
Zucker, Stärke und Fruktan werden nicht gegen einen Bedarf gerechnet, sondern gegen Obergrenzen. Die LUFA nennt für Heu als Zielwert unter 10 Prozent Zucker und unter 5 Prozent Fruktan in der TS. Das Durchschnittsheu liegt mit 9,0 Prozent Zucker knapp darunter und mit 5,3 Prozent Fruktan knapp darüber.
Bei 10 kg Heu sind das rund 766 g Zucker und 451 g Fruktan am Tag. Weil die Spanne beim Zucker von 2,8 bis 16,8 Prozent reicht, sagt der Durchschnitt über dein Heu wenig. Wer Zucker und Fruktan niedrig halten will, kommt ohne eigene Analyse nicht weiter.
Stärke spielt im Heu kaum eine Rolle, 0,4 Prozent der TS. Sie kommt über Getreide, Müsli und manche Pellets in die Ration. Die Gruber-Tabelle nennt dafür eine klare Grenze: höchstens 100 g Stärke und Zucker je 100 kg Körpergewicht und Mahlzeit, für 500 kg also 500 g pro Mahlzeit. Genau deshalb gehört jedes Kraftfutter in die Rechnung, auch das, was nur „eine Handvoll“ ist.
Warum rechne ich Aminosäuren und Vitamine immer mit?
Weil eine Ration beim Eiweiß gedeckt aussehen kann und trotzdem an einer Aminosäure hängt. Im Beispiel liegt das Eiweiß bei 138 Prozent, Threonin aber nur bei 84 Prozent. Und bei den Vitaminen entscheidet die Jahreszeit: Im Sommer bringt die Weide Vitamin A und E, im Winter trägt es fast nur noch das Heu.
Aminosäuren. Lysin ist beim Pferd die Aminosäure, die am ehesten knapp wird, bei unserem Durchschnittsheu reicht sie im Erhalt. Die Tabellenwerte stammen allerdings von einem Heu mit weniger Eiweiß als dem LUFA-Durchschnitt, die Rechnung ist hier also eher vorsichtig. Knapp wird es bei eiweißarmem Heu, bei Zuchtstuten und im Wachstum. Mehr dazu steht im Beitrag zu Aminosäuren.
Vitamin A. Frisches Heu liefert als Beta-Carotin mehr als das Vierfache des Bedarfs. Beta-Carotin baut sich im Lager aber ab, zum Frühjahr hin deutlich. Bei einem gut gelagerten Heu ist Vitamin A trotzdem selten das Problem.
Vitamin D bildet das Pferd über Sonnenlicht selbst. Wer viel draußen steht, ist gut versorgt, bei reiner Boxenhaltung im Winter lohnt ein Blick auf das Mineralfutter.
Unbekannte Werte bleiben unbekannt. Wenn ein Futtermittel zu einem Nährstoff keine Angabe macht, steht in meiner Rechnung „unbekannt“ und keine Null. Eine Null behauptet einen Mangel, eine Lücke sagt ehrlich, dass man es nicht weiß.
Die Rationsberechnung in sieben Schritten
Die ganze Rechnung in der Reihenfolge, in der ich sie selbst mache: Gewicht und Arbeit festlegen, Bedarf ausrechnen, Heu in Trockensubstanz umrechnen, Zufuhr aus dem Heu bestimmen, Lücken ablesen, gezielt ergänzen, gegenprüfen. Jeder Schritt baut auf dem vorigen auf, deshalb lohnt es sich nicht, einen davon zu überspringen.
- Gewicht und Arbeit festlegen. Gewogen und ehrlich eingeschätzt.
- Bedarf ausrechnen. Tabellenwert mal Gewichtsfaktor, beim metabolischen oder beim linearen Weg, dann die Zuschläge für Arbeit.
- Heu in Trockensubstanz umrechnen. Frischmenge mal TS-Gehalt.
- Zufuhr aus dem Heu bestimmen. Trockensubstanz mal Laborwert, für jeden Nährstoff einzeln.
- Lücken ablesen. Bedarf minus Zufuhr. Was negativ ist, ist gedeckt.
- Gezielt ergänzen. Erst die großen Lücken, dann die kleinen, und jedes neue Futtermittel mit seinen vollen Werten in die Rechnung nehmen.
- Gegenprüfen. Stimmt Calcium zu Phosphor noch, liegt Zink zu Kupfer in der Gesamtration bei etwa 4 zu 1, ist nichts über eine Obergrenze gerutscht, vor allem Selen und Jod?
Von Hand sind das bei einer Heuration mit Mineralfutter rund zwanzig Nährstoffe, jeder mit eigenem Rechenweg. Das ist eine gute Stunde Arbeit. Mit Kraftfutter, Öl, Kräutern und zwei Ergänzern kommt schnell eine zweite dazu, und jeder Tippfehler zieht sich durch.
Wie sieht die Beispielrechnung in RatioPro aus?
In RatioPro, meinem Rationsrechner, dauert dieselbe Rechnung keine fünf Minuten: Pferd eintragen, Heu in den Trog legen, Menge eingeben, ablesen. Das Ergebnis ist dasselbe wie oben von Hand, Zink 54 Prozent, Kupfer 38 Prozent. Mit 100 g eines passenden Mineralfutters stehen beide danach bei 100 Prozent. Hier die vier Schritte als Bildschirmfotos.
Schritt 1: das Pferd beschreiben
Gewicht, Pferdetyp, Nutzung und Gewichtsstatus eintragen. Daraus rechnet RatioPro den Tagesbedarf, für unser Beispielpferd mit 500 kg im Erhalt also 55 MJ Energie und 315 g Eiweiß.

Schritt 2: das Heu in den Trog legen
Heu aus der Liste anklicken und die Tagesmenge eintragen, hier 10 kg. Das Ampelband darunter zeigt sofort, worauf es ankommt: Kupfer und Zink rot, alles andere gedeckt.

Nicht erschrecken, weil Eiweiß orange als „zu viel“ markiert ist. RatioPro schreibt in der Erklärung dazu selbst: beim gesunden Pferd unproblematisch, der Überschuss wird ausgeschieden. Orange heißt hier „anschauen“, nicht „ändern“. Genauso bei Mangan, Magnesium und Calcium in der grauen Zeile „Reichlich“.
Schritt 3: die Spurenelemente ansehen
Im Reiter Spurenelemente steht die Rechnung Zeile für Zeile, Zufuhr, Bedarf und Deckung. Bei Selen und Jod steht „kein Wert“, weil die LUFA-Auswertung beides nicht misst. Das ist Absicht: RatioPro behauptet keinen Mangel und keine Deckung, solange ein Wert fehlt. Mit deiner eigenen Heuanalyse stehen dort echte Zahlen.

Schritt 4: gezielt ergänzen
Jetzt kommt ein Mineralfutter dazu, hier mit 100 g am Tag. Wichtig: Das ist kein echtes Produkt, sondern ein Beispiel mit ausgedachten, runden Werten (2.000 mg Zink, 650 mg Kupfer, 10 mg Selen und 4.000 mg Vitamin E je kg), damit man die Rechnung gut nachvollziehen kann. Für dein Pferd suchst du in RatioPro dein eigenes Mineralfutter heraus oder trägst es vom Etikett ein.

Die rote Zeile ist weg. Zink steht bei 101, Kupfer bei 100 Prozent, das Verhältnis Zink zu Kupfer in der Gesamtration liegt bei 4,1 zu 1. Vitamin E kommt mit den 400 mg aus dem Mineralfutter auf 95 Prozent, Selen je nach Heu auf 111 bis 176 Prozent, beides deutlich unter der Obergrenze. Genau so sieht eine Ergänzung aus, die zur Lücke passt, statt auf Verdacht.
Was nimmt dir ein Rationsrechner ab?
Ein Rationsrechner nimmt dir das Rechnen ab, nicht das Entscheiden. Er kennt die Bedarfswerte, rechnet Prozent vom Etikett in Gramm um, zieht das Wasser aus dem Heu heraus und zeigt dir alle Nährstoffe auf einmal. Du siehst in Minuten, was eine Änderung bewirkt, statt jedes Mal eine Stunde mit dem Taschenrechner zu sitzen.
Das ist es, was ich in RatioPro gebaut habe, weil ich es in meinen eigenen Beratungen genau so brauche:
- Über 1.000 Futtermittel in der Datenbank, darunter mehr als 70 echte Heuanalysen aus über 30 Postleitzahlgebieten. Du kannst also auch ohne eigene Analyse mit einem Heu aus deiner Gegend rechnen statt mit einem bundesweiten Durchschnitt.
- Etikett abfotografieren. Steht dein Mineralfutter noch nicht drin, fotografierst du den Sack, und RatioPro liest die Werte aus und rechnet Prozent in g je kg um. Der häufigste Rechenfehler überhaupt fällt damit weg.
- Alle Nährstoffe gleichzeitig. Energie, Eiweiß, Aminosäuren, Mengen- und Spurenelemente, Vitamine, Zucker, Stärke und Fruktan. Das Ampelband zeigt oben, was wichtig ist, damit die eine Zeile, auf die es ankommt, nicht zwischen zwanzig anderen untergeht.
- Ehrlich bei fehlenden Werten. Wo ein Futtermittel keine Angabe hat, steht „kein Wert“ statt einer Null, die einen Mangel vortäuscht.
- Deine Pferde bleiben gespeichert, auch auf dem Handy. Beim nächsten Heuwechsel tauschst du nur das Heu und siehst sofort, was sich ändert.
- Ausdrucken für den Stall. Die Ration als Übersicht auf Papier, für die Futterkammer oder zum Mitnehmen zur Tierärztin.
- Unbegrenzt rechnen, für jedes Pferd und jede neue Heucharge.
Wann ist ein Tierarzt gefragt?
Eine Rationsberechnung prüft, ob die Fütterung zum Bedarf passt. Sie stellt keine Diagnose. Wenn dein Pferd abnimmt, obwohl die Ration rechnerisch reicht, wenn es lahmt, Fieber hat, Kolik zeigt oder sich plötzlich im Verhalten verändert, gehört zuerst die Tierärztin draufgeschaut.
Genauso bei Pferden, die schon eine Diagnose haben: Dort ist die Fütterung Teil der Behandlung und wird mit der Tierärztin abgestimmt, nicht an ihr vorbei. Die Ration kann dann gezielt angepasst werden, aber auf Grundlage dessen, was untersucht wurde.
Und ein Blutbild ersetzt keine Ration und umgekehrt. Viele Spurenelemente lassen sich im Blut nur eingeschränkt beurteilen, weil der Körper den Blutspiegel lange stabil hält. Eine unauffällige Zinkzahl im Blutbild heißt also nicht automatisch, dass die Ration Zink genug liefert.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Ration für mein Pferd?
Du rechnest den Tagesbedarf nach Gewicht und Arbeit aus, bestimmst mit der Heuanalyse, was das Heu liefert, und ziehst beides voneinander ab. Was übrig bleibt, ist die Lücke, die du gezielt ergänzt. Wichtig ist, alle Nährstoffe zu rechnen, nicht nur Energie und Eiweiß.
Wie oft sollte ich die Ration neu berechnen?
Mit jeder neuen Heucharge, bei jeder größeren Änderung von Gewicht oder Arbeit und zum Weidebeginn im Frühjahr. Für die meisten Pferde heißt das zwei- bis dreimal im Jahr. Wer denselben Heulieferanten hat, rechnet trotzdem jedes Jahr neu, denn jeder Jahrgang ist anders.
Kann ich eine Ration ohne Heuanalyse berechnen?
Ja, mit Durchschnittswerten wie denen der LUFA oder mit einer Heuanalyse aus deiner Gegend. Das ist deutlich besser als gar nicht zu rechnen. Du musst nur wissen, dass dein Heu weit davon abweichen kann, beim Zink bis zum Faktor zwölf. Für eine erste Einschätzung reicht das, für eine genaue Ergänzung nicht.
Gibt es einen Rationsrechner fürs Pferd?
Ja. Du kannst mit einer Tabellenkalkulation selbst rechnen, dann musst du Bedarfswerte, Umrechnungen und Futterwerte aber selbst pflegen. Ein fertiger Rechner wie RatioPro bringt die Bedarfswerte nach GfE, eine Futtermitteldatenbank und die Umrechnungen schon mit. Achte bei jedem Rechner darauf, dass er Spurenelemente, Selen und Vitamin E rechnet und nicht nur Energie und Eiweiß.
Was bedeutet TS oder TM auf dem Laborbericht?
TS heißt Trockensubstanz, TM Trockenmasse, beides meint dasselbe: das Futter ohne Wasser. Laborberichte drucken Werte oft zweimal, einmal je kg TS und einmal je kg Originalsubstanz. Rechnest du mit den TS-Werten, musst du die Heumenge vorher in TS umrechnen, sonst liegt alles um rund 15 Prozent zu hoch.
Was ist der Unterschied zwischen Rohprotein, pcv XP und dvRP?
Rohprotein ist das gesamte Eiweiß im Futter. Das pcv XP ist der Teil davon, den das Pferd im Dünndarm verdauen und nutzen kann, manche Programme und Etiketten nennen es dvRP. Seit 2014 rechnet die GfE damit. Im Durchschnittsheu sind das rund 60 Prozent des Rohproteins, also 5,1 von 8,6 Prozent der TS.
Warum sind so viele Werte in meiner Ration über 100 Prozent?
Bei Calcium, Magnesium, Kalium, Mangan und Eisen ist das bei Heurationen der Normalfall, das Pferd scheidet den Überschuss aus. Aufpassen musst du bei Selen, Jod und Kupfer. Dort liegt die Grenze zum Zuviel näher am Bedarf, und das passiert am ehesten, wenn zwei Ergänzer nebeneinander gefüttert werden.
Wo du anfangen kannst
Wenn du jetzt selbst rechnen willst, fang mit dem Heu an. Zieh eine Probe, schick sie ein, und bis das Ergebnis da ist, wiegst du eine Woche lang alles, was dein Pferd bekommt. Damit hast du alles zusammen, was eine Rationsberechnung braucht, und mit RatioPro ist sie danach in wenigen Minuten gemacht.
Und wenn du das lieber abgibst: Genau diese Rechnung, vollständig mit allen Nährstoffen, ist der Kern meiner Futterberatung. Hast du schon einen Plan und willst nur, dass jemand einmal gegenrechnet, reicht der Ration-Check.
Quellen: GfE, Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Pferden (2014). LfL Bayern, Gruber Tabelle zur Fütterung der Pferde, 9. Auflage, Januar 2024. LUFA Nord-West, Institut für Futtermittel, Heu: Inhaltsstoffe und Energiegehalte sowie Mineralstoff- und Spurenelementgehalte 2016 bis 2021, Auswertung bis 04.02.2022. Zeyner 2012, zitiert in Pferde Zucht und Haltung 1/2017. Meyer und Coenen, Pferdefütterung (2002). Spiekers 1991 und Braun 2007, zitiert in: Die Versorgung des Pferdes mit Kupfer und Selen, Veterinärmedizinische Universität Wien. NRC, Nutrient Requirements of Horses (2007).