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Durchs Jahr·13 Min. Lesezeit·29.10.2026

Warmes Mash im Winter: Braucht ein Pferd das?

Braucht ein Pferd im Winter eine warme Mahlzeit? Ich rechne vor, wie wenig Wärme ein Mash bringt, wann es trotzdem sinnvoll ist und was hineingehört.

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Balkengrafik für ein 500-kg-Pferd an einem Wintertag: Der eigene Stoffwechsel liefert rund 55 MJ Wärme, kaltes Trinkwasser aufzuwärmen kostet rund 3,8 MJ, ein warmes Mash bringt nur rund 0,1 MJ.
Balkengrafik für ein 500-kg-Pferd an einem Wintertag: Der eigene Stoffwechsel liefert rund 55 MJ Wärme, kaltes Trinkwasser aufzuwärmen kostet rund 3,8 MJ, ein warmes Mash bringt nur rund 0,1 MJ.

Nein, ein Pferd braucht im Winter keine warme Mahlzeit. Die Wärme kommt bei ihm von innen, aus dem Heu, das im Dickdarm über Stunden vergärt. Ein warmes Mash bringt dagegen so wenig Wärme mit, dass es rechnerisch kaum zählt. Trotzdem kann ein Mash im Winter sinnvoll sein, nur aus anderen Gründen als der Temperatur.

Sobald es draußen kalt wird, kommt bei mir jedes Jahr dieselbe Frage: Soll ich meinem Pferd jetzt abends ein warmes Mash machen? Viele haben dabei das Bild vom warmen Haferbrei im Kopf, der von innen wärmt. Ich hab das einmal für ein Pferd mit 500 kg durchgerechnet, und das Ergebnis ist ziemlich eindeutig. In diesem Beitrag steht, wie viel Wärme ein Mash wirklich bringt, was dein Pferd im Winter tatsächlich warm hält, für welche Pferde ein Mash trotzdem gut ist und was hineingehört. Und warum ich die klassische Kleie-Mischung nicht jede Woche geben würde.

Braucht ein Pferd im Winter eine warme Mahlzeit?

Nein. Ein gesundes Pferd mit Winterfell und genug Heu hält sich selbst warm. Sein Körper bildet am Tag ein Vielfaches der Wärme, die ein warmes Mash mitbringt. Was ein Pferd im Winter braucht, ist genug Raufutter, eisfreies Wasser und Schutz vor Wind und Nässe. Die Temperatur des Futters spielt dafür praktisch keine Rolle.

Pferde sind für Kälte gut gebaut. Ein Pferd mit vollem Winterfell, das an die Kälte gewöhnt ist, kommt bis etwa minus 15 Grad ohne zusätzliche Energie aus. Schwieriger sind Regen und Wind, weil nasses Fell kaum noch isoliert. Wann ein Pferd friert und wann eine Decke Sinn macht, steht ausführlich im Beitrag Pferd eindecken.

Ein warmes Mash ist also etwas, das wir Menschen gern machen, weil es sich für uns richtig anfühlt. Das ist auch völlig in Ordnung, solange klar ist, was es kann und was nicht. Mit dem Gedanken „mein Pferd friert, also mach ich ihm was Warmes“ hilft man ihm aber nicht weiter. Ein Pferd, das friert, braucht zuerst mehr Heu.

Wie viel Wärme bringt ein warmes Mash wirklich?

Rund 0,1 Megajoule. Ein Mash aus 1 kg Cobs und 3 Litern Wasser, mit 45 Grad gefüttert, kühlt im Pferd auf 38 Grad ab und gibt dabei diese Wärme ab. Ein Pferd mit 500 kg bildet im Erhalt aber rund 55 Megajoule Wärme am Tag. Das Mash liefert also etwa zwei Tausendstel davon.

So hab ich gerechnet: Wasser braucht 4,18 Kilojoule, um ein Kilo um ein Grad zu erwärmen. Ein Mash besteht fast nur aus Wasser, also passt der Wert gut. 4 kg Mash, die von 45 auf 38 Grad abkühlen, geben 4 × 4,18 × 7 = 117 Kilojoule ab. Mit 40 Grad, was eher der Wirklichkeit entspricht, sind es nur noch 33 Kilojoule. Heißer geht nicht, sonst verbrennt sich dein Pferd das Maul.

Auf der anderen Seite steht der Erhaltungsbedarf. Die GfE rechnet mit 0,52 MJ umsetzbarer Energie je kg metabolischer Körpermasse, bei 500 kg sind das rund 55 MJ am Tag. Im Erhalt wird diese Energie am Ende fast vollständig zu Wärme.

Wärmequelle bei 500 kg Menge am Tag Anteil
Eigener Stoffwechsel, vor allem Heuverdauung rund 55 MJ 100 %
25 Liter Trinkwasser von 2 auf 38 Grad aufwärmen rund 3,8 MJ etwa 7 %
Ein warmes Mash mit 4 kg und 45 Grad rund 0,1 MJ etwa 0,2 %

Eigene Rechnung mit der Wärmekapazität von Wasser und dem Erhaltungsbedarf nach GfE 2014.

Spannend ist die mittlere Zeile. Dazu gleich mehr.

Was hält ein Pferd im Winter wirklich warm?

Das Heu. Die Fasern werden im Dickdarm von Mikroben vergoren, und dabei entsteht über viele Stunden Wärme. Dazu kommen das Winterfell, das sich aufstellt und Luft einschließt, und Bewegung. Ein Pferd, das friert, braucht deshalb zuerst mehr Raufutter und einen Platz ohne Wind und Nässe.

Bei Kraftfutter entsteht beim Verdauen deutlich weniger Wärme als bei Heu. Wer also im Winter etwas für die Wärme tun will, legt abends lieber ein paar Kilo Heu nach, als ein Mash anzurühren. Gerade die Nacht ist lang. Zwischen Abendfutter und Morgen liegen im Winter oft zwölf Stunden, und genau da sollte die Raufe nicht leer sein.

Was im Winter wirklich zählt, hab ich ausführlich im Beitrag Winterfütterung beim Pferd zusammengeschrieben: wie viel Heu, wie viel Wasser, warum Salz auch ohne Schwitzen wichtig ist und was im Heu fehlt, wenn die Weide wegfällt.

Warum lohnt sich angewärmtes Trinkwasser mehr?

Weil ein Pferd jedes Glas kaltes Wasser selbst auf Körpertemperatur bringen muss. Trinkt es 25 Liter mit 2 Grad, kostet das rund 3,8 MJ, also gut 30-mal so viel Wärme, wie ein warmes Mash mitbringt. Noch wichtiger ist: Bei eiskaltem Wasser trinken viele Pferde weniger, und das ist im Winter das eigentliche Problem.

In einer Studie mit Ponys tranken die Tiere bei Kälte deutlich mehr, wenn das Wasser angewärmt war. Es muss nicht lauwarm sein, eisfrei reicht schon viel. Ein Pferd, das zu wenig trinkt, bekommt festeren Kot, und das Risiko für eine Verstopfung steigt. Heu ist trockenes Futter, für jedes Kilo braucht das Pferd 2 bis 4 Liter Wasser.

Was ich im Winter deshalb zuerst prüfen würde:

  • Funktioniert die Tränke bei Frost? Morgens einmal hinschauen, gerade nach der ersten kalten Nacht.
  • Gibt es eine beheizte Tränke oder einen Eimer mit Thermohülle? Wasser, das nicht eiskalt ist, wird lieber getrunken.
  • Bekommt dein Pferd sein Salz? Ohne Natrium trinkt es weniger. Wie viel es braucht, steht im Beitrag Salz fürs Pferd.

Wenn du die Wahl hast zwischen warmem Mash am Abend und einem Eimer angewärmtem Wasser, ist das Wasser die bessere Investition.

Wann ist ein Mash für ein Pferd sinnvoll?

Immer dann, wenn das Einweichen etwas bringt: bei Pferden mit schlechten Zähnen, bei Pferden, die wenig trinken, und als Träger für Mineralfutter oder Kräuter. Ob das Mash dabei warm oder kalt ist, spielt keine große Rolle. Viele Pferde mögen es warm einfach lieber, und gegen das Ritual spricht nichts.

Die Fälle, in denen ich ein Mash oder eingeweichte Cobs wirklich sinnvoll finde:

  • Alte Pferde mit schlechten Zähnen. Wenn das Heu nicht mehr richtig gekaut wird, ersetzen eingeweichte Heucobs einen Teil davon. Dann ist das Mash ein Teil vom Grundfutter, und es braucht mehrere Portionen am Tag. Wie du ein dünnes Pferd aufbaust, steht im Beitrag Pferd zunehmen lassen.
  • Pferde, die wenig trinken. 1 kg Cobs mit 3 Litern Wasser bringt eben auch 3 Liter Wasser ins Pferd.
  • Mineralfutter, Kräuter oder Saaten unterbringen. Im feuchten Futter bleibt Pulver kleben und landet nicht am Boden der Schüssel.
  • Ein Pferd, das zunehmen soll. Luzerne- oder Grünhafercobs bringen Energie und Eiweiß mit und bestehen trotzdem aus Faser.

Bei meinem Donni sind es zum Aufbau 500 g Heucobs, 500 g Luzernecobs und 50 g geschrotete Saaten, eingeweicht. Das ist eine ganz normale Ration, die eben nass in die Schüssel kommt.

Was gehört in ein gutes Mash?

Eine Grundlage aus Faser, eingeweicht, ohne Melasse und ohne viel Getreide. Gut geeignet sind Heucobs, Luzerne- oder Grünhafercobs und melassefreie Rübenschnitzel. Dazu können gekochte Leinsamen, getrocknete Kräuter oder etwas geriebene Möhre kommen. Mineralfutter rührst du erst ein, wenn das Mash nur noch handwarm ist.

Die Grundlage, aus der ich ein Mash baue:

Zutat Wofür Was ich beachte
Heucobs Faser, Kauen, Wasser 15 bis 20 Minuten in warmem Wasser
Luzernecobs Eiweiß und Calcium nicht als einzige Grundlage bei viel Eiweiß in der Ration
Grünhafercobs Energie aus Faser gut für Pferde, die zunehmen sollen
Rübenschnitzel, melassefrei Energie aus Faser, macht das Mash saftig Einweichzeit steht auf dem Sack, je nach Sorte sehr unterschiedlich
Leinsamen, geschrotet und gekocht Schleimstoffe separat kochen, dann untermischen
Getrocknete Kräuter, Möhre Geschmack, Abwechslung kleine Mengen

Heucobs brauchen übrigens keine Stunde. In warmem Wasser sind sie nach 15 bis 20 Minuten weich. Wer es breiiger mag, nimmt mehr Wasser, nicht mehr Zeit. Als Faustregel nehme ich auf 1 kg Cobs etwa 2 bis 4 Liter Wasser, je nachdem, wie nass das Pferd es mag.

Bei Leinsamen geht es um die Schleimstoffe. Damit die rauskommen, werden sie geschrotet und gekocht. Als Omega-3-Quelle taugen sie beim Pferd übrigens nicht, warum das so ist, steht im Beitrag zu Omega-3 beim Pferd.

Gute Cobs bekommst du zum Beispiel beim Biohof Elmengrund, dort gibt es Heu-, Luzerne- und Grünhafercobs in Bioqualität direkt vom Hof.

Was ich nicht ins Mash geben würde: Pflanzenöl. Es bringt nur Energie, ohne Faser und ohne Eiweiß, und das passt zu den meisten Pferden nicht. Wenn dein Pferd Algen- oder Dorschöl bekommt, kommt das erst rein, wenn das Mash höchstens noch handwarm ist. Die Fettsäuren mögen keine Hitze.

Wenn du dir das Zusammenstellen sparen willst, hab ich zwei fertige Rezepte geschrieben, eines mit und eines ohne Getreide, dazu einen Baukasten zum Abwandeln.

Ist Mash aus Weizenkleie für Pferde gut?

Als regelmäßiges Futter eher nicht. Weizenkleie hat sehr viel Phosphor und sehr wenig Calcium, grob 1 g Calcium und knapp 12 g Phosphor je Kilo. Das Verhältnis sollte beim Pferd umgekehrt sein, etwa 1,5 bis 2 Teile Calcium auf einen Teil Phosphor. Ab und zu eine Handvoll ist kein Problem, jede Woche ein Kleie-Mash schon eher.

Das klassische Kleie-Mash kommt aus einer Zeit, in der Pferde viel Hafer bekamen und schwer arbeiteten. Für ein Freizeitpferd mit Heu und Mineralfutter passt es meistens nicht mehr. Wird regelmäßig viel Kleie gefüttert, verschiebt sich das Calcium-Phosphor-Verhältnis der ganzen Ration, und das gleicht auch ein gutes Mineralfutter nicht immer aus.

Dazu kommen zwei Stallweisheiten, die sich hartnäckig halten:

  • „Kleie wirkt abführend.“ In Fütterungsversuchen blieb der Wassergehalt im Kot mit Kleie fast gleich. Dass die Äppel nach einem Mash manchmal weicher sind, kommt eher vom plötzlichen Futterwechsel und vom vielen Wasser im Futter.
  • „Einmal die Woche ein Mash beugt Kolik vor.“ Dafür gibt es keinen Beleg. Im Gegenteil, ein Futterwechsel gehört zu den bekannten Risikofaktoren für Kolik. Ein Pferd, das sechs Tage nichts Eingeweichtes bekommt und am siebten Tag eine große Schüssel Kleie, erlebt jede Woche genau so einen Wechsel.

Wenn du ein Mash geben willst, dann lieber regelmäßig eine kleine Portion aus Cobs als einmal die Woche eine große aus Kleie.

Worauf achte ich bei fertigen Mash-Mischungen?

Auf die Zusammensetzung in der Deklaration. Viele fertige Mashs enthalten Weizenkleie, Getreideflocken, Melasse oder Pflanzenöl. Schau, was ganz vorn steht, denn die Zutaten sind nach Menge sortiert. Wenn Zucker und Stärke in der Ration niedrig bleiben sollen, rechne die Werte mit ein oder rühr dein Mash lieber selbst aus Cobs an.

Was ich auf dem Sack prüfe:

  • Die ersten drei Zutaten. Steht dort Weizenkleie, Haferflocken oder Maisflocken, ist es eher ein Getreidefutter in nasser Form.
  • Melasse oder Zuckerrübenmelasse. Sie steckt als Geschmacksträger in vielen Mischungen.
  • Zucker und Stärke. Steht nicht immer drauf. Wenn nicht, beim Hersteller nachfragen.
  • Öl. Leinöl ist in Mash-Mischungen häufig, gerade bei denen für den Winter.

Einzeln sieht eine Schüssel Mash harmlos aus. Zusammen mit Müsli, Leckerlis und einem Zusatzfutter mit Melasse kommt am Tag aber schnell mehr Zucker und Stärke zusammen, als man denkt. Wie viel Zucker und Stärke ein Pferd je Mahlzeit verträgt, steht im Beitrag zu Kotwasser beim Pferd.

Wie warm darf ein Mash sein und wie bereite ich es zu?

Handwarm, also so, dass du die Hand bequem hineinhalten kannst. Ein Mash aus kochendem Wasser wird nie direkt gefüttert, das Pferd kann sich das Maul verbrennen. Mineralfutter, Vitamine und Öle kommen erst rein, wenn es abgekühlt ist. Reste nimmst du nach dem Fressen weg, weil feuchtes Futter schnell verdirbt.

So mache ich es in der Praxis:

  • Cobs mit warmem Wasser übergießen und 15 bis 20 Minuten stehen lassen. Kochendes Wasser braucht es für Cobs nicht.
  • Leinsamen separat kochen und unterrühren. Gekochter Leinsamenschleim hält im Kühlschrank ein paar Tage.
  • Mit der Hand prüfen, bevor die Schüssel in die Box geht, auch in der Mitte, denn dort bleibt es am längsten heiß.
  • Mineralfutter und Öl zuletzt einrühren, wenn das Mash nur noch handwarm ist.
  • Frisch anrühren. Ein Mash, das über Nacht steht, kann säuern oder schimmeln. Bei Frost friert es außerdem im Trog fest.
  • Langsam einführen. Bekommt dein Pferd noch nie etwas Eingeweichtes, fang mit einer kleinen Portion an und steigere über ein, zwei Wochen.

Getrocknete Cobs würde ich nie trocken füttern, wenn sie eigentlich zum Einweichen gedacht sind. Gerade Pferde, die schlingen, können sich daran verschlucken.

Wann gehört die Tierärztin dazu?

Bei jedem Verdacht auf Kolik oder Schlundverstopfung sofort. Im Winter sind Verstopfungskoliken häufiger, weil Pferde weniger trinken und sich weniger bewegen. Auch ein Pferd, das trotz genug Futter abnimmt oder sein Heu nicht mehr frisst, gehört untersucht. Ein Mash ändert daran nichts.

Achte im Winter besonders auf diese Zeichen:

  • wenig oder kein Kotabsatz, kleine, harte, trockene Äppel
  • Scharren, Umschauen zum Bauch, häufiges Hinlegen
  • Futterbrei oder Speichel aus den Nüstern, Würgen, gestreckter Hals nach dem Fressen, das sind Anzeichen einer Schlundverstopfung
  • das Pferd lässt viel Heu liegen oder frisst sehr langsam
  • Abmagern trotz ausreichend Futter

Wenn ein altes Pferd im Winter abbaut, lohnt sich vor allem ein Blick auf die Zähne. Oft wird das Heu nicht mehr richtig gekaut, und dann muss die Ration umgestellt werden.

Häufige Fragen zu warmem Mash

Wie oft darf ich meinem Pferd Mash geben?

So oft du willst, solange es regelmäßig ist und in die Ration eingerechnet wird. Eine tägliche kleine Portion aus Cobs ist für den Darm besser als ein großes Mash einmal die Woche. Weizenkleie würde ich nur gelegentlich und in kleinen Mengen geben.

Wärmt ein warmes Mash ein frierendes Pferd?

Kaum. Ein Mash mit 4 kg und 45 Grad bringt rund 0,1 MJ Wärme, das Pferd bildet selbst rund 55 MJ am Tag. Einem Pferd, das friert, hilft mehr Heu, ein Platz ohne Wind und Nässe und bei Bedarf eine Decke.

Ist Mash gut für alte Pferde?

Für alte Pferde mit schlechten Zähnen ist ein Mash aus eingeweichten Heucobs oft die beste Möglichkeit, genug Faser zu bekommen. Dann zählt es aber zum Grundfutter, und es braucht mehrere Portionen über den Tag verteilt.

Kann ich Mineralfutter ins warme Mash geben?

Ja, aber erst, wenn es nur noch handwarm ist. Vitamine vertragen keine Hitze. Im feuchten Futter bleibt das Pulver gut kleben und wird vollständig gefressen.

Darf ein Mash über Nacht stehen bleiben?

Lieber nicht. Feuchtes Futter kann säuern oder schimmeln, und bei Frost friert es im Trog fest. Rühr es frisch an und nimm Reste nach dem Fressen weg.

Macht Mash den Kot weicher?

Manchmal, vor allem wenn es plötzlich und in großer Menge gegeben wird. Das kommt meist vom Futterwechsel und vom Wasser im Futter. Dass Kleie abführend wirkt, hat sich in Fütterungsversuchen nicht bestätigt.

Quellen

  • Gesellschaft für Ernährungsphysiologie: Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Pferden. DLG-Verlag, 2014. Tabellen nach der Zusammenstellung der LUFA NRW, 2024.
  • Coenen M, Vervuert I (Hrsg.): Pferdefütterung. 6. Auflage, Thieme 2020.
  • Kristula MA, McDonnell SM: Drinking water temperature affects consumption of water during cold weather in ponies. Applied Animal Behaviour Science 41, 1994, S. 155 bis 160.
  • Morgan K: Thermoneutral zone and critical temperatures of horses. Journal of Thermal Biology 23 (1), 1998, S. 59 bis 61.
  • Tinker MK u. a.: Prospective study of equine colic risk factors. Equine Veterinary Journal 29 (6), 1997, S. 454 bis 458.
  • Kentucky Equine Research: Bran Mash: A Mashup of Myths. ker.com.
  • Nährstoffangaben zu Weizenkleie aus Produktdatenblättern (Interquell), rund 0,7 g Calcium und 11,7 g Phosphor je Kilo.

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