KI-generiertFür Apfelessig gibt es beim Pferd keine Studie, die einen Nutzen zeigt. Er entsäuert nicht, er entgiftet nicht, und gegen Kotwasser oder Fliegen ist keine Wirkung belegt. Ein Schuss übers Futter schadet einem gesunden Pferd in der Regel aber auch nicht. Vorsichtig sein solltest du bei Pferden mit empfindlichem Magen, denn im Laborversuch hat Essigsäure die obere Magenschleimhaut angegriffen.
Apfelessig steht in vielen Sattelkammern, und fast jede kennt jemanden, bei dem er geholfen hat. Mal gegen Kotwasser, mal gegen Fliegen, mal zum Entsäuern oder für ein glänzendes Fell. Ich hab mir für mein E-Book zu den Stallweisheiten die Studien dazu angeschaut und ziemlich wenig gefunden, das sich wirklich auf Pferde bezieht. In diesem Beitrag gehe ich die häufigsten Anwendungen einzeln durch: was dahintersteckt, was man weiß und was nicht. Am Ende steht, wie du Apfelessig fütterst, wenn du ihn trotzdem geben willst, und bei welchen Pferden ich ihn weglassen würde.
Was ist Apfelessig und was steckt drin?
Apfelessig entsteht aus Apfelwein. Essigsäurebakterien wandeln dabei den Alkohol in Essigsäure um. Was in der Flasche landet, ist zum größten Teil Wasser mit rund 5 Prozent Säure, dazu kleine Mengen Pflanzenstoffe und Mineralien aus den Äpfeln. Der pH-Wert liegt meist um 3, Apfelessig ist also deutlich sauer.
Im Handel gibt es zwei Sorten. Klarer Apfelessig ist gefiltert und meistens erhitzt. Naturtrüber Apfelessig ist ungefiltert, darin schwimmt oft noch die sogenannte Essigmutter, eine Schicht aus Essigbakterien und Zellulose. Viele schwören auf den naturtrüben, weil er „lebendig“ ist. Für das Pferd ist der Unterschied aber klein. Die Essigbakterien brauchen Sauerstoff zum Leben, im Dickdarm des Pferdes gibt es fast keinen. Sie siedeln sich dort also nicht an.
Die Menge an Pflanzenstoffen und Mineralien ist so gering, dass sie in einer Pferderation keine Rolle spielt. Ein Schuss von 50 ml Apfelessig enthält rund 2,5 g Essigsäure, und die Mineralien darin sind im Vergleich zu dem, was das Pferd über das Heu bekommt, kaum messbar. Wenn also jemand sagt, Apfelessig liefere Kalium oder Spurenelemente, dann stimmt das auf dem Papier. Für die Versorgung deines Pferdes ist es egal.
Gibt es Studien zu Apfelessig beim Pferd?
Kaum. Ich habe keine begutachtete Studie gefunden, die beim Pferd einen gesundheitlichen Nutzen von Apfelessig zeigt. Es gibt einen Laborversuch mit Essigsäure an Gewebe aus dem Pferdemagen und ein paar kleine Messungen zum pH-Wert im Dickdarm, die nie in einer Fachzeitschrift begutachtet wurden. Die meisten Studien zu Apfelessig stammen vom Menschen, von Ratten oder aus der Zellkultur.
Beim Menschen gibt es eine systematische Übersicht von 2020, die alle Studien zu Apfelessig zusammengefasst hat. Die Studien waren meist klein und kurz, die Effekte auf Blutzucker, Blutfette und Gewicht klein und nicht eindeutig. Als Nebenwirkungen beschrieben sind Schäden am Zahnschmelz und Reizungen in der Speiseröhre, vor allem bei unverdünntem Essig.
Das lässt sich nicht einfach aufs Pferd übertragen. Ein Pferd verdaut ganz anders als ein Mensch, es frisst fast den ganzen Tag, hat einen Magen mit einem empfindlichen oberen Teil und einen riesigen Dickdarm, in dem Bakterien die Fasern abbauen. Was im Reagenzglas oder beim Menschen passiert, passiert nicht automatisch im Pferd. Wichtig zu wissen: Fehlende Studien heißen nicht, dass Apfelessig schadet. Sie heißen nur, dass niemand sagen kann, ob er hilft.
Kann Apfelessig ein Pferd entsäuern?
Nein. Apfelessig ist selbst eine Säure, und im Dünndarm wird er wie jede andere Säure aus dem Magen abgepuffert. Danach kommt im Körper nichts mehr an, das basisch wirken könnte. Dazu kommt: Eine allgemeine Übersäuerung des Pferdekörpers durch Futter ist nicht belegt. Den Blut-pH halten Lunge und Nieren sehr eng bei rund 7,4.
Die Idee mit dem Entsäuern kommt aus der Säure-Basen-Lehre beim Menschen. Manchmal wird dazu erklärt, dass Säuren im Bindegewebe eingelagert werden und das Pferd dann dick oder schwammig aussieht. Dafür gibt es beim Pferd keinen Beleg. Was es wirklich gibt, ist eine Übersäuerung im Dickdarm, wenn zu viel Stärke oder Zucker auf einmal dort ankommt. Da setzt man an der Ration an, mit weniger Stärke pro Mahlzeit und mehr Heu. Essig ändert daran nichts.
Wie das genau abläuft, woran du einen übersäuerten Darm erkennst und wie viel Kraftfutter pro Mahlzeit in Ordnung ist, habe ich im Beitrag zur Übersäuerung beim Pferd aufgeschrieben. Dort steht auch eine Tabelle, mit der du die Stärke pro Mahlzeit für Hafer, Gerste, Mais und Müsli ausrechnen kannst.
Spannend ist übrigens: Essigsäure bildet dein Pferd selbst, und zwar jeden Tag in großen Mengen. Wenn die Bakterien im Dickdarm Heu abbauen, entstehen flüchtige Fettsäuren, und davon ist Essigsäure mit 59 bis 76 Prozent der größte Teil. Das Pferd nutzt sie als Energiequelle. Der Schuss Essig im Futter ist dagegen eine winzige Menge.
Hilft Apfelessig gegen Kotwasser beim Pferd?
Dafür gibt es keinen Beleg. Ich habe keine Studie gefunden, die Apfelessig beim Pferd gegen Kotwasser geprüft hat. Die Ursachen von Kotwasser sind bis heute nicht vollständig geklärt. In Studien hingen sie eher mit dem Rang in der Herde und der Menge an Kraftfutter zusammen, eine veränderte Darmflora oder ein anderer pH-Wert im Kot fanden sich nicht.
Der Tipp „ein Schuss Apfelessig ins Futter, dann ist das Kotwasser weg“ steht in fast jeder Stallgruppe. Und wer ihn gibt, hat oft auch erlebt, dass es besser wurde. Das Problem ist, dass Kotwasser von allein schwankt. Es wird mal besser und mal schlechter, oft mit dem Heu, dem Wetter oder der Situation in der Herde. Wenn es nach einem Hausmittel besser wird, lässt sich ohne Vergleich nicht sagen, ob es am Mittel lag oder an etwas anderem, das sich zur gleichen Zeit geändert hat.
In einer Studie mit 50 Betrieben bekamen Pferde mit Kotwasser doppelt so viel Kraftfutter je 100 kg Körpergewicht wie Pferde ohne, dazu mehr Stärke und Zucker. Die Unterschiede waren aber insgesamt klein. In einer anderen Studie waren rangniedrige Pferde, Wallache und Paint Horses häufiger betroffen.
Ich würde deshalb immer zuerst bei der Ration und beim Heu anfangen und dann schauen, wie es dem Pferd in der Herde geht. Und nicht drei Dinge gleichzeitig ändern, sonst weißt du am Ende nicht, was geholfen hat. Alles Weitere steht im Beitrag zum Kotwasser beim Pferd.
Damit du siehst, ob sich nach einer Änderung wirklich etwas tut, hilft es, die Äppel ein paar Wochen lang nach einer festen Skala aufzuschreiben.
Entgiftet Apfelessig Leber oder Darm?
Nein, dafür gibt es keinen Beleg. „Entgiften“ ist außerdem gar kein klar beschriebener Vorgang. Was der Körper an Abbauprodukten loswerden muss, erledigen jeden Tag Leber und Nieren, und das machen sie ohne Hilfe aus dem Futtertrog. Eine Kur mit Apfelessig ändert daran nichts, die man messen könnte.
Ich versteh, warum der Gedanke so beliebt ist. Wenn ein Pferd matt ist, schlecht im Fell steht oder dicke Beine hat, will man etwas tun, und „entgiften“ klingt nach einem Weg. Die Frage ist nur, was hinter den Beschwerden steckt. Das kann eine Lücke in der Ration sein, ein Problem mit dem Stoffwechsel, mit der Leber oder etwas ganz anderes. Mit Essig im Futter schiebst du die Suche nach der Ursache nur nach hinten.
Wenn du dir Sorgen um die Leber deines Pferdes machst, schau dir den Beitrag zu den Frühmarkern für Leberprobleme an. Dort steht, welche Werte im Blutbild etwas aussagen und warum ich nicht auf Verdacht entgiften würde.
Was macht Apfelessig im Pferdemagen?
Er säuert vor allem den oberen Teil des Magens an. Dieser Teil hat keine Schutzschicht gegen Säure. In einem Laborversuch an Magengewebe von Pferden hat Essigsäure bei saurem Milieu die Schutzbarriere dieser Schleimhaut geschädigt, stärker als Salzsäure allein. Für Pferde mit empfindlichem Magen ist Apfelessig deshalb keine gute Idee.
Der Pferdemagen hat zwei Bereiche. Unten liegt die Drüsenschleimhaut, die selbst Säure bildet und sich davor schützt. Dort ist es sehr sauer, und das ist auch richtig so. Oben liegt die drüsenlose Schleimhaut, und dort ist der pH-Wert normalerweise höher. In diesem oberen Bereich entstehen viele Magengeschwüre beim Pferd, vor allem wenn bei leerem Magen Säure nach oben schwappt.
Wichtig zu wissen: Der Laborversuch war kein Fütterungsversuch mit Apfelessig. Man hat Gewebe in einer Kammer mit Säure behandelt. Wie viel davon im lebenden Pferd passiert, wenn Essig mit Heu und Speichel gemischt ankommt, weiß niemand genau. Er zeigt aber, dass Säure im Magen kein harmloser Zusatz ist.
Übrigens liest man manchmal, Pferde würden nach Apfelessig „rülpsen“. Das kann so nicht stimmen. Pferde haben am Mageneingang einen sehr festen Schließmuskel und können praktisch weder aufstoßen noch erbrechen.
Wenn du die Fütterung eines magenempfindlichen Pferdes in Ruhe durchgehen willst, mit einem Rezept für den Alltag, ist mein Heft dafür gemacht.
Zeigt dein Pferd Zähneknirschen, frisst es schlecht, hat es Gurtzwang oder wiederholt leichte Koliken, gehört es zur Tierärztin. Ob im Magen etwas nicht stimmt, zeigt nur eine Magenspiegelung.
Hält Apfelessig Fliegen vom Pferd fern?
Das ist nicht belegt, weder gefüttert noch gesprüht. Für gefütterten Apfelessig gibt es keine Studie, die weniger Fliegen am Pferd zeigt. In vielen Futtern gegen Fliegen steckt er zusammen mit Knoblauch, Hefe oder Kieselgur, dort lässt sich gar nicht sagen, welcher Teil was macht. Fruchtfliegen zieht Essiggeruch sogar an.
Die Fruchtfliegen heißen nicht umsonst auch Essigfliegen, Essig ist der Standardköder in jeder Fliegenfalle in der Küche. Ob Apfelessig auch Bremsen, Stechmücken oder die kleinen Fliegen am Auge anlockt, ist nicht untersucht. Dass er sie fernhält, aber auch nicht. Zum Schutz vor Insekten taugt eine Fliegendecke, eine Fliegenmaske oder ein geprüftes Fliegenspray auf jeden Fall mehr.
Bei gefütterten Mitteln gegen Fliegen ist die Idee meistens, dass das Pferd über die Haut anders riecht und dadurch für Insekten weniger attraktiv wird. Das ist bei Apfelessig nicht gezeigt. Wenn du ihn im Sommer über Wochen fütterst, hast du davon also wahrscheinlich nichts, und bei einem empfindlichen Magen kann er eher stören.
Hilft Apfelessig beim Abnehmen oder bei Insulinresistenz?
Für Pferde gibt es dazu keine Studie. Die Aussagen kommen aus Untersuchungen am Menschen, und selbst dort sind die Effekte auf Gewicht und Blutzucker klein und unsicher. Ein Pferd verwertet Futter ganz anders als ein Mensch. Was beim Abnehmen und bei einer Insulinresistenz wirklich zählt, sind Heumenge, Zucker und Stärke in der Ration, die Weide und die Bewegung.
Beim Menschen wird vermutet, dass Essig zu einer Mahlzeit die Magenentleerung etwas verlangsamt und der Blutzucker dadurch langsamer steigt. Ein Pferd frisst im Idealfall über den ganzen Tag verteilt Heu, große zuckerreiche Mahlzeiten gibt es da kaum. Der Gedanke passt also schon vom Ablauf her nicht gut.
Wenn dein Pferd abnehmen soll, sind die wichtigsten Schritte ziemlich unspektakulär: das Heu abwiegen, die Weidezeit steuern, Leckerli und Müsli mitrechnen und das Pferd mehr bewegen. Warum ein runder Bauch nicht immer Fett ist, erkläre ich im Beitrag zum Heubauch beim Pferd. Bei Verdacht auf eine Insulinresistenz oder Cushing gehört dein Pferd zur Tierärztin, beides lässt sich über das Blut testen.
Wofür wird Apfelessig äußerlich beim Pferd genutzt?
Am häufigsten als Spülung nach dem Waschen und bei Strahlfäule am Huf. Für beides gibt es nur Erfahrungsberichte, keine Studien. Verdünnt als Spülung für Fell und Schweif ist er meistens unproblematisch. Auf offene Wunden, gereizte Haut oder in die Augen gehört er nicht, weil die Säure dort brennt.
Bei Strahlfäule sind die Grundlagen wichtiger als jedes Mittel: ein trockener, sauberer Untergrund, regelmäßiges Auskratzen und eine gute Hufbearbeitung, bei der die Furchen am Strahl wieder belüftet werden. Wenn der Strahl tief ausgefault ist, das Pferd lahmt oder es aus dem Huf riecht und nässt, lass das von deinem Hufbearbeiter oder der Tierärztin anschauen. Was du aus Sicht der Fütterung für die Hufqualität tun kannst, steht im Beitrag Von innen nach außen.
Als Fliegenspray würde ich Apfelessig nicht nehmen, siehe oben. Und bei Mauke oder anderen Hautproblemen in der Fesselbeuge lieber die Finger davon lassen, die Haut ist dort sowieso schon gereizt.
Wie füttere ich Apfelessig, wenn ich ihn geben will?
Verdünnt und übers Futter, nie pur und nie auf leeren Magen. Ein Schuss über das eingeweichte Futter reicht. Eine geprüfte Dosis gibt es nicht, weil es auch keine geprüfte Wirkung gibt. Amerikanische Tierärztinnen nennen als Obergrenze etwa eine Tasse am Tag, das sind rund 240 ml. Bei Pferden mit empfindlichem Magen würde ich ihn ganz weglassen.
Ganz ehrlich, ich halte nichts davon, jemandem den Apfelessig auszureden, der ihn seit Jahren gibt und dessen Pferd gesund ist. Ein Schuss im Futter schadet einem gesunden Pferd in der Regel nicht. Ich würde nur nichts davon erwarten, und ich würde ihn nicht als Ersatz für eine sauber berechnete Ration sehen.
Wenn du ihn gibst, dann so:
- Übers Futter, nicht ins Trinkwasser. Manche Pferde trinken weniger, wenn das Wasser anders schmeckt, und gerade im Winter trinken viele sowieso schon zu wenig.
- Immer mit Heu im Magen. Nicht vor dem Reiten auf leeren Magen und nicht nach einer langen Fresspause.
- Nicht bei Pferden mit Magenproblemen, also bei Magengeschwüren, nach einer Magenbehandlung oder bei Verdacht darauf.
- Nicht pur aus der Spritze ins Maul. Unverdünnte Säure reizt Maul und Speiseröhre.
- Kein Ersatz für die Tierärztin, wenn dein Pferd Kotwasser, Durchfall, Koliken oder andere Beschwerden hat.
Ob naturtrüb oder klar, ist für das Pferd eher Geschmackssache. Wichtiger ist, dass es echter Apfelessig ist und keine Essigessenz, die ist deutlich stärker.
Wann sollte die Tierärztin draufschauen?
Immer dann, wenn du Apfelessig gegen ein Problem einsetzen willst, das länger anhält. Anhaltendes Kotwasser, Durchfall, Gewichtsverlust, schlechtes Fressen, Zähneknirschen, Koliken oder Lahmheit brauchen eine Abklärung. Ein Hausmittel darf die Suche nach der Ursache nicht ersetzen.
Bei Kotwasser gehören die Zähne mit zur Abklärung, und bei Magenproblemen bringt nur eine Magenspiegelung Klarheit. Wenn du nach der Abklärung wissen willst, ob die Fütterung zum Pferd passt, ist eine sauber berechnete Ration der nächste Schritt. Wie das geht, steht im Beitrag zur Rationsberechnung beim Pferd.
Häufige Fragen
Welcher Apfelessig ist der richtige fürs Pferd?
Ein ganz normaler Apfelessig aus dem Supermarkt mit rund 5 Prozent Säure reicht. Naturtrüb oder klar macht für das Pferd kaum einen Unterschied, die Essigbakterien siedeln sich im Dickdarm nicht an. Teure „Pferde-Apfelessige“ bringen keinen belegten Vorteil. Essigessenz ist viel stärker und gehört nicht ins Futter.
Darf ich Apfelessig ins Trinkwasser geben?
Ich würde es nicht machen. Manche Pferde trinken weniger, wenn das Wasser sauer schmeckt, und zu wenig Wasser ist ein Risiko für Verstopfungskoliken, gerade im Winter. Wenn du ihn geben willst, dann lieber über das eingeweichte Futter.
Wie viel Apfelessig darf ein Pferd bekommen?
Eine geprüfte Dosis gibt es nicht. Üblich ist ein Schuss übers Futter. Amerikanische Tierärztinnen nennen als Obergrenze etwa eine Tasse am Tag, rund 240 ml. Pferde mit empfindlichem Magen sollten gar keinen bekommen.
Hilft Apfelessig gegen Darmsteine beim Pferd?
Das ist nicht belegt. In kleinen, nicht begutachteten Messungen sank der pH-Wert im Dickdarm nach Apfelessig leicht. Ob das Darmsteine verhindert, wissen selbst die Forschenden nicht. Darmsteine sind in Deutschland ohnehin selten, sie kommen vor allem in einzelnen Regionen der USA häufiger vor.
Ist Apfelessig für Pferde schädlich?
Für ein gesundes Pferd ist ein Schuss im Futter in der Regel unbedenklich. Ungünstig ist er bei Pferden mit empfindlichem Magen, pur verabreicht oder auf leeren Magen. Im Laborversuch hat Essigsäure die obere Magenschleimhaut des Pferdes geschädigt.
Kann Apfelessig Mineralfutter ersetzen?
Nein. Die Mengen an Mineralien in Apfelessig sind verschwindend klein. Zink, Kupfer, Selen und die anderen Spurenelemente muss dein Pferd über ein passendes Mineralfutter bekommen, das zur Heuanalyse passt.
Quellen
- Nadeau JA, Andrews FM, Patton CS, Argenzio RA, Mathew AG, Saxton AM (2003): Effects of hydrochloric, acetic, butyric, and propionic acids on pathogenesis of ulcers in the nonglandular portion of the stomach of horses. American Journal of Veterinary Research 64, 404 bis 412.
- Launholt TL, Kristiansen CB, Hjorth P (2020): Safety and side effects of apple vinegar intake and its effect on metabolic parameters and body weight: a systematic review. European Journal of Nutrition 59, 2273 bis 2289.
- Kienzle E, Zehnder C, Pfister K, Gerhards H, Sauter-Louis C, Harris P (2016): Field study on risk factors for free fecal water in pleasure horses. Journal of Equine Veterinary Science 44, 32 bis 36.
- Lindroth KM, Lindberg JE, Johansen A, Müller CE (2021): Feeding and management of horses with and without free faecal liquid: a case-control study. Animals 11, 2552.
- Lindroth KM, Dicksved J, Vervuert I, Müller CE (2022): Chemical composition and physical characteristics of faeces in horses with and without free faecal liquid. BMC Veterinary Research 18, 2.
- Coenen M, Vervuert I (2020): Pferdefütterung. 6. Auflage, Thieme. Tabelle 3.11 zu den flüchtigen Fettsäuren im Dickdarm.


