
Ein, zwei Stücke trockenes Brot schaden einem gesunden Pferd in der Regel nicht. Ein Futtermittel ist Brot trotzdem nicht. Es besteht zum großen Teil aus Stärke, und weil die Stärke beim Backen aufgeschlossen wird, geht sie schnell ins Blut. Dazu kommen Salz, Schimmel, den man nicht sieht, und die Gefahr, dass harte Brocken im Schlund stecken bleiben. Den Sack Altbrot aus der Nachbarschaft lässt du also besser stehen.
Im Herbst tauchen sie in vielen Ställen wieder auf, die Säcke mit altem Brot, gut gemeint von Nachbarn oder vom Bäcker um die Ecke. Im Netz liest man dazu dann zwei Lager: Die einen sagen, Brot sei völlig harmlos, die anderen erzählen von Schweineborsten im Teig und Gluten, das den Pferdedarm verklebt. Beides stimmt so nicht. Ich hab mir angeschaut, was wirklich im Brot steckt, was die Fütterungsliteratur zu gebackener Stärke sagt und was rechtlich gilt. Das Ergebnis ist ganz ehrlich unspektakulärer als die Schauergeschichten, aber die eigentlichen Probleme sind andere, als die meisten denken.
Dürfen Pferde Brot fressen?
Gesunde Pferde vertragen ein paar Stücke trockenes Brot als Leckerli, ohne dass etwas passiert. Brot ist aber kein Pferdefutter: viel Stärke, Salz, kaum Faser, oft Schimmel. Als regelmäßige Futterquelle oder in größeren Mengen hat es in der Ration nichts verloren, bei Pferden mit Stoffwechselproblemen auch nicht als Leckerli.
Der Unterschied liegt in der Menge. Eine halbe Scheibe als Belohnung ist etwas völlig anderes als eine Schüssel voll Brotwürfel jeden Abend oder ein ganzer Sack, über den sich eine Herde hermacht. Das Pferd ist auf Raufutter eingestellt, also auf viel Faser, die über viele Stunden gekaut und im Dickdarm von Bakterien zerlegt wird. Brot liefert davon fast nichts. Es ist im Grunde ein sehr stärkereiches Kraftfutter ohne Kauarbeit.
Wichtig zu wissen: Viele Pferde lieben Brot. Das sagt nur nichts darüber, ob es ihnen guttut. Pferde fressen auch Zucker, Kekse und Bergahorn-Samen, wenn man sie lässt. Der Geschmack ist kein Maßstab für die Fütterung.
Was steckt in Brot, das für Pferde problematisch ist?
Vor allem Stärke. Getrocknetes Brot besteht zu rund 60 Prozent aus Stärke, frisches zu rund 40 Prozent. Dazu kommen etwa 1 bis 1,5 Gramm Salz je 100 Gramm frischem Brot, kaum Faser und je nach Sorte Zucker, Körner, Rosinen, Zwiebeln oder Gewürze. Zusatzstoffe aus der Industrie sind dagegen das kleinste Problem.
Weizen- und Roggenmehl liefern den Großteil der Masse. Beim Trocknen geht das Wasser raus, der Stärkeanteil steigt also. Hartes Brot hat ungefähr die Stärkedichte von Haferflocken, und die kennen viele aus dem Beitrag über gequetschten Hafer und Haferflocken als das Futter, bei dem man die Menge neu rechnen muss.
Was alles noch drin sein kann:
- Salz: in einer Handvoll egal, in einem Kilo Brot schon 10 bis 15 Gramm. Das ist ungefähr so viel, wie ein Pferd mit wenig Arbeit am Tag an Salz braucht, und es kommt zusätzlich zum Salzleckstein dazu.
- Körner und Saaten: Sonnenblumenkerne, Leinsaat und Kürbiskerne sind an sich unproblematisch, Mohn in größeren Mengen nicht.
- Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Schokolade: gehören in kein Pferdemaul. In Rosinenbrot, Zwiebelbrot oder Gebäck aus der Tüte steckt genau das.
- Belag und Reste: Butter, Wurst und Käse an Brotresten aus dem Haushalt.
Ist gebackene Stärke für Pferde schwer verdaulich?
Nein, eher im Gegenteil. Beim Backen verkleistert die Stärke, die Körner quellen auf und werden für die Verdauungsenzyme gut zugänglich. Deshalb wird gebackene Stärke im Dünndarm schneller und vollständiger verdaut als rohes Getreide. Der Blutzucker steigt entsprechend schneller an. Genau das ist bei Brot das Problem.
Im Netz liest man oft, Weizenstärke sei für Pferde schwer verdaulich und verkleistere den Darm. Das bringt zwei Dinge durcheinander. Rohe Weizen- und Gerstenstärke wird im Dünndarm tatsächlich schlechter verdaut als Haferstärke. Deshalb wird Getreide für Pferde ja gequetscht, gepoppt oder gedämpft, um die Stärke aufzuschließen. Brot ist aber schon aufgeschlossen, und zwar gründlich.
Verdaute Stärke landet als Traubenzucker im Blut, der Körper schüttet Insulin aus. Bei einem gesunden Pferd in Arbeit ist das ein normaler Vorgang. Bei Pferden, deren Insulin ohnehin schon hoch ist, ist es der Grund, warum Zucker und Stärke in der Ration niedrig bleiben sollen. Ein Leckerli, das fast nur aus schnell verfügbarer Stärke besteht, ist dann einfach das falsche.
Was im Dünndarm nicht verdaut wird, rutscht in den Dickdarm. Bei großen Mengen Brot passiert genau das, und dort kippt dann die Gärung. Dazu weiter unten mehr.
Vertragen Pferde das Gluten im Brot?
Für eine allgemeine Glutenunverträglichkeit bei Pferden gibt es keine belastbaren Belege. Es gibt einzelne Fallberichte von Darmerkrankungen, bei denen Gluten als Auslöser vermutet wurde, mehr nicht. Die Behauptung, Klebereiweiß verklebe den Pferdedarm, ist so nicht haltbar. Die Stärke ist das größere Thema.
Wahr ist: Weizen und Roggen wurden in der älteren Fachliteratur für Pferde nicht empfohlen. Bei Roggen ging es vor allem um Mutterkorn, einen giftigen Pilz, der früher häufig war. Bei Weizen ging es darum, dass gemahlener oder schlecht gekauter Weizen im Magen eine klebrige, dichte Masse bilden kann, und um die Gefahr von Koliken, wenn größere Mengen auf einmal gefressen werden. Das ist ein Mengenproblem und hat mit Gluten als Unverträglichkeit nichts zu tun.
Heißt für uns: Wer seinem Pferd kein Brot geben will, braucht dafür keine Gluten-Argumente. Die Stärke, das Salz und der Schimmel reichen völlig aus. Und wer ein Pferd mit Darmproblemen hat, schaut zuerst auf die ganze Ration und lässt den Darm untersuchen, statt auf Verdacht Gluten wegzulassen. Wie so etwas abläuft, steht im Beitrag über Kotwasser beim Pferd.
Wie viel Brot ist zu viel für ein Pferd?
Als Obergrenze für Stärke gilt 1 Gramm je Kilo Körpergewicht und Mahlzeit, bei empfindlichen Pferden die Hälfte. Bei 60 Prozent Stärke sind das für ein 500-Kilo-Pferd rund 800 Gramm trockenes Brot auf einmal, für empfindliche Pferde rund 400 Gramm. Das ist die äußerste Grenze, kein Richtwert.
Damit du ein Gefühl für die Mengen bekommst, gerechnet mit 60 Prozent Stärke für hartes Brot:
| Menge trockenes Brot | Stärke | Anteil an der Obergrenze, 500-kg-Pferd |
|---|---|---|
| 1 Scheibe, etwa 30 g | rund 18 g | knapp 4 % |
| 1 Handvoll Würfel, etwa 100 g | rund 60 g | 12 % |
| 1 Futterschüssel, etwa 500 g | rund 300 g | 60 % |
| 1 kleiner Brotsack, etwa 2 kg | rund 1.200 g | knapp das Zweieinhalbfache |
Eine Scheibe ist also rechnerisch harmlos. Kritisch wird es, wenn mehrere Leute füttern, die nichts voneinander wissen: Die Besitzerin gibt Brot, die Reitbeteiligung auch, und das Kind aus dem Nachbarstall steckt noch was durch den Zaun. Und es kommt ja noch das Kraftfutter aus der Schüssel dazu.
Die Tabelle gilt außerdem nur für Pferde ohne Vorgeschichte. Bei einem Pferd, bei dem Zucker und Stärke niedrig bleiben sollen, ist jede Scheibe eine Scheibe zu viel, weil es dafür einfach bessere Leckerli gibt.
Was passiert, wenn ein Pferd viel Brot frisst?
Bei großen Mengen auf einmal reicht die Verdauung im Dünndarm nicht aus. Die übrige Stärke gelangt in den Dickdarm und wird dort von Bakterien vergoren. Es entsteht viel Milchsäure, der Darm übersäuert, und das kann zu Koliken, Durchfall und im schlimmsten Fall zu Hufrehe führen. Das ist ein Notfall für die Tierärztin.
Das ist dasselbe Geschehen wie bei einem Pferd, das in die Futterkammer eingebrochen ist. Die Bakterien, die Stärke abbauen, vermehren sich sehr schnell, die faserabbauenden Bakterien gehen zurück. Dabei werden Stoffe frei, die über die geschädigte Darmwand ins Blut kommen. Wie das mit den Hufen zusammenhängt, steht ausführlich im Beitrag über Hufrehe beim Pferd.
Das Tückische daran: Das Pferd sieht in den ersten Stunden oft ganz normal aus. Die Hufrehe zeigt sich häufig erst ein bis drei Tage später. Wenn du weißt, dass dein Pferd an einen Brotsack gekommen ist, rufst du deshalb sofort an, und nicht erst, wenn es lahmt. Je früher die Tierärztin etwas gegen die Übersäuerung tun kann, desto besser stehen die Chancen.
Auch kleinere Mengen, die regelmäßig gefüttert werden, bringen die Darmflora aus dem Gleichgewicht. Das sieht man dann eher an Blähungen, weichem Kot oder einem Pferd, das nicht abnimmt, obwohl es kaum Kraftfutter bekommt.
Warum ist trockenes Brot für Pferde gefährlich?
Wegen der Schlundverstopfung. Harte Brotstücke sind trocken, kantig und werden von gierigen Fressern oft kaum gekaut. Sie können im Schlund stecken bleiben, quellen dort mit Speichel auf und verstopfen ihn. Das Pferd würgt, hustet, und Futterbrei läuft aus den Nüstern. Das ist ein Fall für die Tierärztin.
Viele trocknen Brot extra, weil sie gehört haben, frisches Brot gärt im Magen. Das stimmt nicht so richtig. Frisches Brot gärt nicht stärker als anderes Futter, es klebt eher und wird schlecht gekaut. Getrocknetes Brot hat dafür das Problem mit dem Schlund, und es hat mehr Stärke je Kilo, weil das Wasser fehlt.
Pferde, bei denen das Risiko besonders hoch ist:
- Pferde, die ihr Futter schlingen
- ältere Pferde mit schlechten Zähnen
- Pferde, die schon einmal eine Schlundverstopfung hatten
- Pferde in der Gruppe, die schnell fressen, damit ihnen keiner was wegnimmt
Wenn du trotzdem mal ein Stück gibst, dann klein gebrochen, aus der Hand und nicht als Haufen in den Trog.
Ist schimmeliges Brot für Pferde gefährlich?
Ja. Schimmelpilze bilden Giftstoffe, die Mykotoxine. Die sitzen nicht nur im sichtbaren Fleck, sondern ziehen ins ganze Brot. Wegschneiden reicht deshalb nicht. Bei Altbrot aus dem Sack ist Schimmel eher die Regel als die Ausnahme, weil die Stücke feucht zusammenliegen.
Pferde reagieren auf Mykotoxine empfindlich. Je nach Pilz und Menge reicht das von Fressunlust und Verdauungsstörungen bis zu Schäden an Leber und Nervensystem. Das Problem bei Brot ist, dass du es nicht kontrollieren kannst. Ein Sack Altbrot aus der Nachbarschaft enthält Stücke aus mehreren Haushalten, unterschiedlich alt, unterschiedlich gelagert. Ein einziges verschimmeltes Stück zwischen trockenen fällt keinem auf.
Auch das Trocknen auf der Heizung oder im Ofen hilft nur, wenn das Brot vorher wirklich einwandfrei war. Was schon geschimmelt hat, bleibt belastet, auch wenn es danach knochentrocken ist. Und ganz trockenes Brot, das wieder Feuchtigkeit zieht, schimmelt erneut.
Wenn du also Brot aus fremder Hand bekommst, gib es nicht weiter an dein Pferd, auch wenn es gut gemeint war.
Darf man Pferden Altbrot aus dem Haushalt füttern?
Rechtlich nein. Pferde zählen zu den Nutztieren, auch wenn sie nie geschlachtet werden sollen. Brot aus dem eigenen Haushalt gilt als Küchen- und Speiseabfall, und den dürfen Nutztiere nach der EU-Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 nicht bekommen. Das gilt auch für trockenes Brot ohne Belag.
Der Hintergrund ist die Seuchenvorsorge, vor allem die Schweinepest. Über Speisereste können Erreger in Tierbestände kommen, und für die Behörden spielt es keine Rolle, ob das im Einzelfall wahrscheinlich ist oder nicht. Die Verordnung unterscheidet nicht zwischen Schwein und Pferd, sie spricht von Nutztieren allgemein, und dazu gehören Equiden.
Anders sieht es bei ehemaligen Lebensmitteln aus Bäckereien aus, die über den Futtermittelhandel als Futter in Verkehr gebracht werden. Die gibt es, sie laufen dann aber als Futtermittel mit allen Pflichten, die daran hängen. Das ist etwas völlig anderes als der Sack, den die Nachbarin an die Stalltür hängt.
Für dich heißt das: Wenn im Stall Brot gesammelt wird, ist das nicht nur fachlich keine gute Idee. Du kannst der Stallbetreiberin und den Nachbarn ganz freundlich sagen, dass es auch so nicht erlaubt ist. Das macht das Gespräch oft leichter als jede Diskussion über Stärke.
Was kann ich meinem Pferd statt Brot als Leckerli geben?
Am besten etwas mit viel Faser und wenig Stärke: Heucobs, ein paar Halme gutes Heu, getrocknete Kräuter aus der eigenen Mischung oder Zweige von Sträuchern, die Pferde fressen dürfen. Möhren und Äpfel gehen in kleinen Mengen, sie haben aber Zucker. Bei empfindlichen Pferden lieber Heucobs.
Ein paar Ideen, was sich im Alltag bewährt hat:
- Heucobs oder Wiesencobs: trocken als Leckerli aus der Hand, ein paar Stück in der Jackentasche. Wichtig ist eine gute Qualität ohne Melasse, worauf du achtest, steht im Beitrag über Heucobs.
- Möhren: in Scheiben der Länge nach geschnitten, damit nichts im Schlund stecken bleibt. Eine Möhre am Tag ist bei gesunden Pferden kein Problem.
- Äpfel: geviertelt, ebenfalls in kleinen Mengen.
- Zweige: Weide, Hasel oder Birke zum Knabbern beschäftigen das Pferd viel länger als jedes Leckerli. Welche Sträucher gehen und welche nicht, steht im Beitrag über Sträucher und Bäume für Pferde. Wie man daraus eine richtige Knabberecke am Paddock macht, steht im Ratgeber Knabberecke.
Viele Pferde brauchen übrigens gar kein Leckerli, um sich zu freuen. Eine Kraulstelle am Widerrist tut es oft genauso.
Wann gehört ein Pferd nach Brot zur Tierärztin?
Sofort, wenn es eine größere Menge Brot erwischt hat, auch wenn es noch völlig normal wirkt. Ebenso bei Würgen, Husten oder Futterbrei aus den Nüstern, bei Kolikanzeichen wie Scharren oder häufigem Hinlegen, und bei warmen Hufen, spürbarer Pulsation an der Fessel oder klammem Gang.
Achte nach einer Brotmahlzeit besonders auf:
- Futterbrei, Speichel oder Wasser aus den Nüstern, lang gestreckter Hals, Würgen beim Fressen. Das spricht für eine Schlundverstopfung.
- Scharren, Umschauen zum Bauch, Schwitzen, häufiges Hinlegen, ausbleibender Kotabsatz
- Durchfall oder sehr weicher, sauer riechender Kot
- warme Hufe, eine deutliche Pulsation an der Fessel, ein Pferd, das ungern läuft oder sich nach hinten setzt
Bei einer Schlundverstopfung gibst du kein Futter und kein Wasser mehr, bis die Tierärztin da ist. Bei Verdacht auf Hufrehe stellst du das Pferd auf weichen Boden und kühlst die Hufe, bis sie kommt.
Woher stammen die Angaben in diesem Beitrag?
Die Stärkegehalte für Brot sind aus den Nährwertangaben für Weizen- und Weizenmischbrot abgeleitet, getrocknetes Brot ist mit etwa 90 Prozent Trockenmasse gerechnet. Die Obergrenze von 1 Gramm Stärke je Kilo Körpergewicht und Mahlzeit ist ein in der Fütterungsliteratur verbreiteter Richtwert, die Einordnung der Getreidestärke und der Verdaulichkeit nach Aufschluss folgt Meyer und Coenen, Pferdefütterung.
Das Verfütterungsverbot von Küchen- und Speiseabfällen an Nutztiere steht in Artikel 11 der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009, die Begriffsbestimmung in Anhang I der Verordnung (EU) Nr. 142/2011. Für eine allgemeine Glutenunverträglichkeit beim Pferd gibt es nach meinem Stand keine Untersuchung, die über Einzelfälle hinausgeht.
Häufige Fragen zu Brot für Pferde
Dürfen Pferde trockenes Brot essen?
In kleinen Mengen ja, ein, zwei Stücke als Leckerli schaden einem gesunden Pferd in der Regel nicht. Trockenes Brot hat aber mehr Stärke je Kilo als frisches, und harte Brocken können im Schlund stecken bleiben. Brich es klein und gib es aus der Hand, nicht als Haufen in den Trog.
Ist frisches oder getrocknetes Brot besser fürs Pferd?
Keins von beiden ist gut. Frisches Brot klebt und wird schlecht gekaut, getrocknetes Brot hat mehr Stärke je Kilo und kann eine Schlundverstopfung auslösen. Wer unbedingt Brot geben will, nimmt eine kleine Menge gut getrocknetes, einwandfreies Brot und bricht es in kleine Stücke.
Wie viel Brot darf ein Pferd am Tag fressen?
Eine feste Tagesmenge gibt es nicht, weil Brot kein Futtermittel ist. Als Leckerli sind ein, zwei Scheiben bei einem gesunden Pferd unbedenklich. Die Obergrenze für Stärke liegt bei 1 Gramm je Kilo Körpergewicht und Mahlzeit, das wären bei einem 500-Kilo-Pferd rund 800 Gramm trockenes Brot inklusive allem anderen Kraftfutter.
Dürfen Pferde Brötchen oder Toast fressen?
Für Brötchen und Toast gilt dasselbe wie für Brot. Toastbrot hat oft zusätzlich Zucker und Fett, Laugengebäck viel Salz auf der Oberfläche. Rosinenbrötchen, Zwiebelbrötchen und süßes Gebäck gehören gar nicht ins Pferdemaul.
Was mache ich, wenn mein Pferd einen Sack Brot gefressen hat?
Sofort die Tierärztin anrufen, auch wenn das Pferd noch normal wirkt. Die Folgen einer Stärkeüberladung zeigen sich oft erst nach Stunden bis Tagen, Hufrehe manchmal erst nach ein bis drei Tagen. Bis die Tierärztin da ist, gibst du kein weiteres Kraftfutter und behältst das Pferd im Blick.
Ist Brot für Pferde verboten?
Brot als Futter für Pferde zu kaufen ist nicht verboten. Brot aus dem Haushalt, also Reste aus der eigenen oder einer fremden Küche, gilt aber als Küchen- und Speiseabfall und darf nach EU-Recht nicht an Nutztiere verfüttert werden. Pferde zählen dazu, auch wenn sie nie geschlachtet werden.
Stimmt es, dass in Brot Schweineborsten stecken?
Das ist zugespitzt. Gemeint ist L-Cystein, ein Mehlbehandlungsmittel, das früher vor allem aus Federn und Haaren gewonnen wurde und heute zunehmend durch Fermentation hergestellt wird. Es wird vor allem für industrielle Brötchen und Laugengebäck verwendet. Für dein Pferd spielt das praktisch keine Rolle, da geht es um die Menge Stärke.
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